Starker Fokus auf Innovationen im Gesundheitsbereich

Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) hat einen neuen Investor für seinen zweiten Fonds. Für die Bayer-Tochter Bayer Pharma AG wurde der 2011 aufgelegte Topf noch einmal aufgemacht. Mit der Beteiligung des neuen Investors steigt das Volumen des Fonds von 301,5 auf 304 Millionen Euro. Von den nun 20 Fondsinvestoren ist Bayer der erste aus der Pharmabranche.

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HTGF-Geschäftsführer Michael Brandkamp kommentiert Bayers Beteiligung als „einen signifikanten Mehrwert für den High-Tech Gründerfonds und seine Portfoliounternehmen“. Man wolle vor allem Wissenschaftler aus den Bereichen Life Science und Healthcare zum Gründen motivieren. Gegenüber Gründerszene betonte der HTGF jedoch, dass der Fonds weiterhin auch branchenoffen sei.

Der in Bonn ansässige HTGF wurde im Jahr 2005 als Public-Private-Partnership des Bundeswirtschaftsministeriums, der Förderbank KfW sowie von Unternehmen aus der freien Wirtschaft gegründet. Laut HTGF sei Bayer voraussichtlich das letzte Unternehmen, dass sich am zweiten Fonds beteilige.

Insgesamt verfügt der HTGF über ein Fondsvolumen von 576 Millionen Euro, 272 Millionen davon kommen aus dem ersten Fonds von 2005. Nach Angaben des HTGF sei noch „genügend Geld im Topf für alle geplanten Anschlussfinanzierungen der beteiligten Unternehmen“, Neugeschäfte würden jedoch lediglich aus dem zweiten Topf getätigt werden. Junge Tech-Startups können Seedfinanzierungen von 500.000 Euro bekommen, insgesamt stehen bis zu zwei Millionen Euro pro Unternehmen zur Verfügung. Zuletzt investierte der HTGF zum Beispiel in Rebelle, Snowbon und Whiteout Networks.

Bild: © panthermedia.net/Alexander Raths