Becoacht

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Frederik Roever und ich bin der Gründer und Geschäftsführer von Becoacht (www.becoacht.com). Becoacht ist ein Online-Marktplatz für die Vermittlung von Sportcoaches und Sportidolen. Über Becoacht können unsere User in weniger als drei Minuten einen objektiv bewerteten Sportcoach suchen, finden und buchen. Wir bringen mehr Transparenz in den Markt für Sportcoaching und vereinfachen den Buchungsprozess.

Hinter jedem Erfolg steckt eine Vision. Wie bist du auf die Idee zu Becoacht gestoßen?

Während meiner Zeit bei Rocket Internet habe ich viele Geschäftsideen kennengelernt und das mögliche Potenzial dieser verstanden. Marktplätze wie Becoacht bergen ein riesiges Potenzial und können mit einem relativ schmalen Budget entwickelt werden. Als ich dann noch gesehen habe, dass es im Sportbereich kein dynamisches Angebot für die Suche eines passenden Coaches gibt, war die Entscheidung schnell gefallen. Großes Marktpotential, wenig Wettbewerb und ein großes persönliches Interesse.

Noch wichtiger als die Idee ist häufig das Team. Wer sind die Gründer, was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr zueinander gefunden?

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Vor der Gründung von Becoacht habe ich bei einer Investment-Bank in London gearbeitet, wo ich mich auf Transaktionen im Bereich der erneuerbaren Energien spezialisiert habe. Anschließend habe ich für Rocket Internet das Münchner Büro aufgebaut und Ventures aus dem Rocket-Universum begleitet. Natürlich sind seit der Gründung wichtige Team-Mitglieder im Laufe der Zeit hinzugekommen und ohne Leute wie zum Beispiel Alexander Seidler (Head of Outreach) wären wir nicht da, wo wir heute stehen.

Viele Gründungsideen sind nicht gänzlich neu. Was ist Euer USP und was macht ihr anders als alle anderen?

Mit Stolz können wir behaupten, dass wir mit Becoacht eine innovative Gründungsidee umsetzen, und dennoch gibt es themenbedingt spannende Wettbewerber im Markt. Was uns unterscheidet und einzigartig macht ist, dass wir eine dynamische Plattform mit stets aktuellen Informationen und Verfügbarkeiten sind. Coaches, die unsere Plattform nutzen, können über unser Web-Interface und eine Mobile-App ihre Verfügbarkeit und Basisdaten stets aktuell halten. Weiter können wir einen Objektivierungsgrad liefern, den ein herkömmliches Branchenbuch oder die Empfehlung eines Freundes nicht erreichen kann.

Nach jedem Coaching wird der User gebeten, seinen Coach nach drei Kriterien zu beurteilen: Professionalität, Empathie und Kreativität. Wichtig ist es, an dieser Stelle zu erwähnen, dass die Plattform auf drei Coaching-Situationen abzielt: Einzeltraining (zum Beispiel Tennistrainer), Gruppentraining (zum Beispiel Skilehrer für den User und seine Familie) und Gruppenkurse (zum Beispiel Platz in einem Tanzkurs oder einer Spinning-Gruppe).

Zum Business: Wie funktioniert euer Geschäftsmodell? Und wie groß ist das Marktpotenzial?

Die Deutschen geben im Jahr 2,3 Milliarden für privates Sportcoaching aus. Dies beinhaltet nicht die Mitgliedschaft in Vereinen oder Fitnessstudios. Becoacht kostet weder eine Anmelde- noch monatliche Gebühr. Lediglich nach Zustandekommen einer Buchung über die Plattform wird eine Provision berechnet.

Ideen umzusetzen kostet Geld. Wie finanziert ihr euch?

Durch meine Zeit im Investment Banking in London hatte ich das große Glück, etwas Kapital zur Seite gelegt haben zu können. Mit diesem Kapital haben wir es geschafft, die Gesellschaft in der Gründungsphase zu finanzieren und noch genug Luft für weitere Monate zu haben. Was die Finanzierung in den kommenden zwölf bis 18 Monaten angeht, so haben wir zum einen Kapital von Wayra erhalten und befinden uns derzeit in einer ersten externen Finanzierungsrunde.

Wie profitiert ihr von der Zusammenarbeit mit Wayra?

Wayra ist ein starker Partner an unserer Seite. Neben Infrastruktur und Kapital geht es vor allem um den Austausch mit den anderen Teams, die angebotenen Coachings und das weitreichende Netzwerk von Telefonica. Natürlich hat ein Unternehmen wie Wayra auch die Möglichkeit, uns beim Reichweitenausbau zu unterstützen.

Stell dir vor, du könntest ein Lunch gewinnen. Wen würdest du aus der Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

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Es gibt eine Reihe an sehr interessanten Menschen, die ich gerne kennenlernen würde, denn für jeden Bereich in einem Startup gibt es Ausnahmeerscheinungen. Müsste ich mich auf eine Person beschränken, so würde ich gerne mit Brian Chesky (CEO Airbnb) zum Mittagessen gehen. Er hat es geschafft, einen der erfolgreichsten Markplätze der Welt aufzubauen.

Wo steht ihr heute in einem Jahr?

Das Ziel ist es, heute in einem Jahr die Hauptsportarten in Deutschland vollumfassend abzubilden und mit der internationalen Expansion zu beginnen. Aufgrund unseres internationalen Teams haben wir bereits jetzt mit dem Londoner Markt begonnen.

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Frederik Roever

Titelbild: NamensnennungWeitergabe unter gleichen Bedingungen Bestimmte Rechte vorbehalten von NRKkultur, Bild unten: Frederik Roever