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Es dürfte kaum jemandem entgangen sein: Die amerikanische Deal-of-the-Day-Webseite Groupon erhitzte hierzulande die Gemüter wie kein zweites Unternehmen. Bis zum heutigen Zeitpunkt folgen immer weitere Copycats des US-Unternehmens und selbst nachdem Groupon den deutschen Klon CityDeal aufgekauft hat, tut sich noch so einiges, wie etwa DailyDeals Akquise von Reduti zeigt.

Von Groupon zu Grouporn

Gründerszene konnte nun dank eines aufmerksamen Lesers eine amüsante Beobachtung machen: Eine Berliner Mediengesellschaft hat sich die Domain für „Grouporn“ in Deutschland gesichert. Schon spekuliert die Branche über potentielle Nutzungsszenarien: Steigt auch das horizontale Gewerbe auf den Groupon-Hype auf? Werden zukünftig Liebesdienste für die Hälfte vergegeben, wenn genug Freier zusammenkommen? Erhält Grouporn ein rotes Layout oder doch das klassische Grau? Sind Expansionen nach Osteuropa geplant? Sicherlich wäre der eine oder andere Tourist Sexgutscheinen gegenüber nicht abgeneigt…

Fragen über Fragen, deren Beantwortung wohl noch ausstehen wird. Denn besagte Berliner Mediengesellschaft gab gegenüber Gründerszene zu verstehen, dass zurzeit alle denkbaren Optionen für Grouporn geprüft werden, dass es aber noch kein definitives Nutzungs-Szenario gibt.

Groupon-Domains sind heiß umkämpft

Doch Spaß beiseite, Ernst komm raus: Wenn Gutscheine schon nicht für die Damen des Gewerbes in Frage kommen, könnten sich spannende Synergien zu Online-Portalen ergeben. Online-Erotikvideos oder Live-Strips zu günstigen Gutschein-Preisen zu vermarkten, kann den Traffic auf die einschlägigen Portale erhöhen und neue Nutzer liefern. Das Live-Shopping-Angebot wäre dann zwar rein virtuell und nicht ortsgebunden, aber immerhin gibt es bisher praktisch keine vergleichbaren Anbieter im Segment. Zwar dürfte das Modell nicht sonderlich abheben und jeden Tag ein neues Deal-Angebot zu finden, könnte sich als Herausforderung erweisen, doch eine witzige, aufmerksamkeitswirksame Maßnahme dürfte es allemal werden.

Der Domain-Grabbing-Kampf um Groupon-ähnliche Domains wurde in der Vergangenheit bereits sehr hart geführt. Viele Aktivisten der Szene interessierten sich vor allem auch für Falschschreibungen, da sich so Type-in-Traffic und „Vertipper-Traffic“ aufgreifen und via Affiliate-Marketing-Programme der zugehörigen Seiten zu Geld machen lässt.

Die Grouporn-Domain soll die Berliner Mediengesellschaft allerdings nicht teuer gekommen sein, da das Unternehmen als erstes den Zuschlag bekommen hatte. Erste Kauf- und Kooperations-Angebote für gemeinsame Projekte sollen schon eingetroffen sein und mittlerweile hat www.grouporn.de durch die hohe Aufmerksamkeit sicherlich einiges an Wert gewonnen. Es wird amüsant zu beobachten, was sich zukünftig unter Grouporn finden wird…

Bildmaterial: Dave