barbara meier berryavenue offline

Topmodel Barbara Meier gehörte zu den BerryAvenue-Expertinnen. Geholfen hat das dem Shopping-Club offenbar nicht.

Shopping-Club BerryAvenue ist offline

Der Promi-Shopper BerryAvenue ist offline, berichtet Deutsche Startups. Auf der Hauptseite des ursprünglich unter dem Namen „Wanilla“ gestarteten Promi- und Experten-Shopping-Clubs finden sich lediglich viel Weißraum – und der Schriftzug „The website is currently under maintenance“. Vereinzelte Seiten sind noch aufrufbar, zu den Produkten gelangt man allerdings nicht mehr. Insgesamt mutet die Webseite wie eine plötzlich verlassene Geisterstadt an. Auch die Betreibergesellschaft von BerryAvenue wurde bereits aufgelöst.

Update: Mittlerweile sind die meisten Produkte zurück – zum Check-out gelangt man dennoch nicht: ein Aufhübschen vor einem möglichen Asset-Verkauf?

Anzeige
Eine der noch existenten Seiten ist die Team- und Investoren-Übersicht. Und die listet durchweg erfahrene Personen auf: Die Gründer selbst, Edward und Jaroslaw Postnikov, waren zuvor in verschiedenen Positionen bei Vodafone, Bertelsmann, Stylistpick, Kaufda und Lufthansa tätig. Als Investoren konnte BerryAvenue unter anderem Holtzbrinck Ventures, Michael Brehm, Stefan Glänzer, Christian Vollmann, die Heilemanns und weitere bekannte Business Angels gewinnen.

Letztlich dürfte das Startup wohl am grundsätzlichen Geschäftsmodell – deutsche Promis empfehlen Produkte – gescheitert sein. Zu BerryAvenues Promi-Auswahl selbst zählten neben Topmodel Barbara Meier, Eisläuferin Anni Friesinger-Postma oder Promifriseur Udo Walz größtenteils nur mäßig bekannte TV-Gesichter, Designer oder Köche.

Auch die Arbeitgeber-Bewertungen auf der Plattform Kununu sprechen eine eindeutige Sprache. Unter anderem ist hier neben den Startup-typischen langen Arbeitszeiten auch von unerfahrenen Geschäftsführern, einem rauen Umgangston und Kontrollwahn der Firmenleitung zu lesen.

Übrigens: Die wichtigsten Offlinegänge des vergangenen Jahres gibt’s hier:

Zur Galerie

Im Dezember löste der Company Builder Team Europe das Kunst-Startup A Space for Art auf - zumindest in Deutschland. Gelegen habe es am „nicht vorhandenen Product Market Fit in Deutschland/Berlin“, so Team-Europe-Partner Lukasz Gadowski. In London macht das Startup allerdings weiter.

Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von LoveGreenPhotos