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Sebastian Thrun ist der Gründer von Udacity

Im Rahmen einer Finanzierungsrunde über 105 Millionen US-Dollar hat Bertelsmann seine Anteile an Udacity, dem E-Learning-Startup des deutschen Ex-Stanford-Professors und Google-VPs Sebastian Thrun, aufgestockt. Bertelsmann wird damit zu einem der größter Anteilseigner bei dem Online-Bildungsanbieter mit Sitz im Silicon Valley. Insgesamt wird Udacity nach der Finanzierungsrunde mit einer Milliarde US-Dollar bewertet – und steigt damit in die Liga der Einhörner auf. Die US-Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

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Udacity gehört zu den Pionieren der sogenannten MOOC-Bewegung (MOOC steht für Massive Open Online Courses): Schon 2011 stellte Thrun eine Vorlesung zu künstlicher Intelligenz, die der Informatiker vor Stanford-Studenten hielt, ins Netz. Der Online-Kurs wurde dermaßen populär, dass Thrun kurz darauf seine Tätigkeit an der Universität beendete und Udacity gründete. Heute fokussiert sich das Startup auf berufliche Weiterbildung in den Feldern Technologie und IT. Udacity arbeitet mit Google, Facebook, Amazon oder Salesforce zusammen. Teilnehmende Studenten erwerben mit der Teilnahme fachspezifischer Zertifikate, sogenannte Nanodegrees, und werden so für Jobs bei den IT-Riesen ausgebildet.

Bertelsmann war zur Serie-C-Finanzierung im September 2014 bei Udacity eingestiegen. Zu den Investoren zählt auch der Westküsten-VC Andreessen Horowitz und die Investmentfirma Drive Capital aus Ohio sowie Charles River Ventures. Bertelsmann will dem Valley-Startup vor allem bei der Internationalisierung helfen. „Unser Investment ist ein weiterer Schritt, den Bildungsbereich zur dritten Geschäftssäule von Bertelsmann neben Medien und Dienstleistungen auszubauen“, sagt Vorstandschef Thomas Rabe.

Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von TechCrunch