Bertelsmann Entrepreneurs Program

Marcos Vicente Blanco, Ex-BEP, Vice President, NYC; Jens Uehlecke, derzeit im BEP, NYC; Steffi Heldberg, Program Coordinator, Gütersloh; Maria Eierhoff, Senior Associate, Gütersloh; Andreas Philippi, derzeit im BEP, HH; Dr. Hays Steilberg, Senior Vice President, Gütersloh; Musen Syed, derzeit im BEP, NYC; Chris Rosenbaum, derzeit im BEP, SFO; John Clinton, Ex-BEP, Director Consumer Events, NYC; Dr. Nazim Cetin, Ex-BEP, Vice President, Gütersloh

Besondere Art von Management-Nachwuchs

Jan Borgstädt

„Es hat etwa eine Stunde gedauert, bis man mir das erste Mal Verantwortung übertragen hat“, erinnert sich Jan Borgstädt an seinen Einstieg beim Bertelsmann Entrepreneurs Program (kurz: BEP) im Jahr 2006. Und auch die restliche Zeit des 18-monatigen Programms hat er in guter Erinnerung: „Ich habe an spannenden Projekten in kleinen Teams gearbeitet – und viel Spaß gehabt. Durch die verschiedenen Stationen habe ich mir in allen Bertelsmann-Bereichen ein breites Netzwerk aufbauen können“, so Borgstädt.

Heute ist der 38-Jährige seit knapp acht Jahren im Unternehmen und leitet das Europa-Geschäft von Bertelsmann Digital Media Investments. In der Start-Up-Szene kennt er sich aus, auch weil Borgstädt vor seinem Einstieg vier Jahre lang selbstständig war und nach dem Studium zwei Firmen gründete. Dies macht ihn zu einem Paradebeispiel für die besondere Art von Management-Nachwuchs, die das Medienunternehmen mit dem deutschlandweit wohl einzigartigen Entwicklungsprogramm extern sucht.

Wichtigstes Auswahlkriterium: Unternehmergeist

„Das wichtigste Auswahlkriterium für BEP-Kandidaten für uns ist, dass sie über Unternehmergeist verfügen und dies auch schon einmal unter Beweis gestellt haben – beispielsweise durch die Gründung eines Start-Up“, erläutert Hays Steilberg, verantwortlich für die Managemententwicklung bei Bertelsmann. „Die meisten Bewerber sind Professionals, die bereits während des Studiums oder kurz danach Geschäftserfahrungen in eigenen Unternehmungen gesammelt haben und jetzt mit ihren Marktideen etwas in einem internationalen Konzern bewegen wollen. Diese Youngsters haben schon erste Erfolge oder auch Niederlagen gesammelt und bringen Verantwortungsgefühl mit.“ Weitere Voraussetzung für eine Aufnahme in das BEP ist ein MBA.

Konkret bietet Bertelsmann Interessierten im Rahmen des Programms verschiedenste Möglichkeiten, sich innerhalb eines Großkonzerns unternehmerisch zu betätigen: Über eine Laufzeit von 18 Monaten verteilt übernehmen die Teilnehmer die Verantwortung für 3-4 unterschiedliche Projekte, die eng an die Geschäftsfelder von Bertelsmann (u.a. Fernsehen, Buch, Zeitschriften, Dienstleistungen, Musikrechte) geknüpft sind. Borgstädt beispielsweise baute für RTL in Köln die Videocommunity Clipfish auf, der Fokus anderer Absolventen ist internationaler: John Clinton (im Programm von 2011-2013), arbeitete primär für Bertelsmanns Buchverlagsgruppe Random House in New York und London, Pankaj Makkar („BEP’ler“ von 2009-2011) in New York und Indien.

Ziel des Programms, das unter der Schirmherrschaft von Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, steht: Die Absolventen mit möglichst unterschiedlichen Geschäftsfeldern innerhalb des Unternehmens vertraut machen, damit sie anschließend Top-Führungspositionen im Konzern einnehmen können.

Absolventen heute in Führungspositionen im Konzern

Wie gut dies funktioniert, zeigt sich bei einem Blick auf die BEP-Absolventen: Annabelle Long beispielsweise durchlief das Programm von 2005-2007, heute ist sie Mitglied im erweiterten Führungskreis des Medienriesen und unter anderem verantwortlich für die Geschäfte des Investmentfonds Bertelsmann Asia Investments (BAI). Pankaj Makkar leitet inzwischen das Corporate Center von Bertelsmann in Indien – und auch Julia Jäkel, heute Vorstandsvorsitzende von Gruner + Jahr, absolvierte ein Vorgänger-Modell des heutigen BEP-Formats.

„Bei Bertelsmann passiert aktuell extrem viel; das Unternehmen wird digitaler und noch internationaler. Dafür braucht es Führungskräfte, die das aktuelle Geschäft nicht nur vorantreiben, sondern mit neuen Ideen auch Veränderung anstoßen“, erläutert Hays Steilberg. „Genau diese Kandidaten suchen wir – und bieten ihnen im Bertelsmann Entrepreneurs Program eine Mischung aus unternehmerischer Flexibilität und den Vorteilen eines Konzerns. International vernetzte Arbeit ist in einem Start-Up beispielsweise nicht immer möglich – Bertelsmann dagegen ist in rund 50 Ländern aktiv.“

Jan Borgstädt jedenfalls hat den Schritt aus der Selbstständigkeit in den Großkonzern nie bereut: „Ich würde mich heute definitiv wieder so entscheiden.“

Wer sich für das Bertelsmann Entrepreneurs Programm interessiert, findet weitere Informationen hier