Es bevölkern schon rund 60 Köpfe die Räume von Bettermarks (www.bettermarks.com), dem interaktiven Lernportal für Mathematik, welches von Arndt Kwiatkowski, Christophe Speroni und Marianne Voigt gegründet wurde. Um diese große Mannschaft bezahlen und das Produkt fortan bekannter machen zu können, hat Bettermarks nun eine Finanzierungsrunde über fünf Millionen Euro mit mehreren Investoren abgeschlossen.

Das Team hinter Bettermarks rekrutiert sich zu großen Teilen aus einer Riege von Internet-Pionieren: Arndt Kwiatkowski und Marianne Voigt zählen zu den Gründern der Scout-Gruppe und auch der Rest des Teams entstammt zu großen Teilen diesem Kontext. Egal ob Mitarbeiter, Beiräte oder Investoren – häufig bildet ImmobilienScout24 den Anfang der gemeinsamen Bekanntschaft. Dieser Umstand macht sich auch in der langen Beteiligten-Liste bemerkbar: Das Unternehmen hat es sich zur Politik gemacht, Mitarbeiter früh zu beteiligen, weshalb die Anzahl der Gesellschafter entsprechend hoch ist.

Kwiatkowski und Co. bleiben ihrer offenen Friends-and-Family-Haltung auf gewisse Weise nun auch bei dieser zweiten Finanzierungsrunde treu und gaben das frische Kapital teilweise selbst in das Unternehmen (Bettermarks-Management), bezogen aber auch Gelder von privaten Investoren, wie Rolf Dienst, der – wie sich Deutsche Startups erinnert – Anfang der 1990er Jahre Wellington Partners gründete, einen der Investoren von ImmobilienScout24. Daneben sind auch der Social-Investor BonVenture und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) investiert.

Bettermarks will mit frischem Kapital weiter expandieren

„Wir freuen uns, so hochkarätige Investoren gewonnen zu haben. Deren Engagement unterstreicht, dass wir mit Bettermarks auf dem richtigen Weg sind. Eine wissenschaftliche Studie zeigte bereits, dass unser Online-Lernsystem das Mathelernen leichter macht. Genau mit dieser Botschaft wollen wir in den kommenden Monaten deutschlandweit Eltern ansprechen“, resümiert Arndt Kwiatkowski, Gründer und Geschäftsführer von Bettermarks.

Kwiatkowski und sein Team haben sich die Steigerung der schulischen Leistungen im Bereich Mathematik zum Ziel gesetzt, wobei nicht nur die Schüler unterstützt, sondern auch die Vorbereitung der Lehrer durch Multimedia-Anwendungen verbessert werden sollen. So soll es gelingen, den Unterricht effektiver zu strukturieren. Ein Konzept, das offensichtlich auch Rolf Dienst begeisterte: „Ich bin überzeugt, dass dieses Team das Potenzial hat, an den enormen Erfolg von ImmobilienScout24 anzuknüpfen.“

Dass Bettermarks mit Zahlen umgehen kann, hat es durch seine umfangreiche Finanzierungsrunde also bewiesen. Derzeit stellt Bettermarks den Lehrstoff der fünften und sechsten Klasse zur Verfügung. Bis Ende 2011 wird das Lernsystem sukzessive die Schulmathematik für alle Klassenstufen und Schultypen, abgestimmt auf die Lehrpläne aller Bundesländer, abbilden. Eingesetzt wird das frische Kapital vor allem für die Verbreitung der Plattform, denn noch steht Bettermarks im Schulbetrieb für Lehrer und Schüler unentgeltlich zur Verfügung (unabhängig davon kann Bettermarks auch privat genutzt werden).

Die Nutzung des privaten Lerncenters soll ab dem neuen Schuljahr dann aber 9,95 Euro pro Monat kosten. Durch den hohen Overhead wird es auch notwendig, die Plattform geschickt zu monetarisieren. Doch wer sich Arndt Kwiatkowski im Gründerszene-Interview anschaut, erahnt, dass der Unternehmer in Kwiatkowski schon längst ein fundiertes Geschäftsmodell ausgearbeitet hat und nun ein weiterer Schritt dazu genommen wurde. Gründerszene gratuliert zum erfolgreichen Abschluss der Finanzierungsrunde.

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