Bitcoin

Charlie Shrem drohen bis zu 20 Jahre Knast

Wie krisenfest ist Bitcoin? Gerade sind die Schlagzeilen um massive Kursschwankungen in den Hintergrund gerückt, da gibt es neue Nachrichten zur Kryptowährung. Und wieder sind es schlechte: Charlie Shrem, Chef der Bitcoin-Börse BitInstant, ist verhaftet worden. Shrem, gleichzeitig Vizepräsident der Bitcoin Foundation, wird Geldwäsche vorgeworfen. Der US-Staatsanwaltschaft zufolge soll der 24-jährige einem ebenfalls verhafteten Komplizen geholfen haben, unter dem Pseudonym BTCKing eine „Untergrund-Börse“ für den anonymen Bitcoinankauf auf dem illegalen und mittlerweile geschlossenen Drogenmarktplatz Silk Road zu betreiben.

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Die Coins dafür soll er den Angaben zufolge über BitInstant erhalten haben, wobei deren Chef Shrem den Angaben zufolge darüber im Klaren war, wohin das Kryptogeld fließen würde. Shrem soll dafür sogar Rabatte gegeben und aktiv geholfen haben, den Geldfluss zu verschleiern. Der BitInstant-Chef, so heißt es zudem von der Staatsanwaltschaft, habe selbst Drogen über Silk Road bezogen. Die Bitcoin-Börse BitInstant selbst hat mittlerweile den Betrieb eingestellt. Ursprüngliches Ziel der Plattform war es, nicht tech-affinen Interessenten den Weg zur Kunstwährung zu öffnen.

Winklevoss-Zwillinge distanzieren sich

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Namhafte Investoren bei BitInstant sind die Winklevoss-Zwillinge, bekannt vor allem durch ihre 140-Millionen-Dollar-Klage gegen Mark Zuckerberg. Sie hatten dem Facebook-Gründer vorgeworfen, mit seinem sozialen Netzwerk ihr bereits seit 2002 existierendes ConnectU kopiert zu haben. Der Rechtsstreit endete mit einem Vergleich über 65 Millionen US-Dollar, seitdem sind die Zwillinge als Venture Capitalists aktiv. Zuletzt investierten sie stark in Bitcoin, im April gaben sie an, elf Millionen US-Dollar in die Kryptowährung gesteckt zu haben.

Von den jüngsten Entwicklungen bei BitInstant distanzieren sie sich derweil. In einem Statement an die US-Seite Business Insider schreiben sie:

„When we invested in BitInstant in the fall of 2012, its management made a commitment to us that they would abide by all applicable laws – including money laundering laws – and we expected nothing less. Although BitInstant is not named in today’s indictment of Charlie Shrem, we are obviously deeply concerned about his arrest. We were passive investors in BitInstant and will do everything we can to help law enforcement officials. We fully support any and all governmental efforts to ensure that money laundering requirements are enforced, and look forward to clearer regulation being implemented on the purchase and sale of bitcoins.“

Wie komplex Bitcoin ist, demonstrierte Tyler Winklevoss auf der Ignition-Konferenz, wo er versuchte zu erklären, was die virtuelle Währung eigentlich ist.


Bild: 3dart / panthermedia