Die Blacklane-CEOs Jens Wohltorf (links) und Frank Steuer

Die Blacklane-CEOs Jens Wohltorf (links) und Frank Steuer

Recruit: Partner für Carsten Maschmeyer

Der deutsche Uber-Konkurrent Blacklane bekommt offenbar Geld aus Japan: Der Personalvermittler und Investor Recruit ist nach Informationen des Handelsblatts mit einer Minderheitsbeteiligung bei dem Limousinen-Service eingestiegen. Die Höhe der investierten Summe ist nicht bekannt, das japanische Unternehmen soll Blacklane allerdings mit 140 Millionen Euro bewertet haben. Blacklane wollte sich auf Anfrage von Gründerszene nicht zu der Investition äußern.

Update vom 11. November 2014: Wie Blacklane heute offiziell bestätigt, ist das japanische Unternehmen Recruit Holdings über seinen Investmentfonds RSP Fund No. 5, LLC mit einem mittleren siebenstelligen Betrag bei dem Unternehmen eingestiegen. Das Berliner Startup wurde dabei mit einem dreistelligen Millionenbetrag bewertet, heißt es von offizieller Seite. Blacklane will mit Hilfe von Recruit seine Aktivitäten in Japan und weiteren asiatischen Ländern ausbauen.

Zudem ernannte der Limousinen-Dienst Philip C. Wolf zum neuen Mitglied im Beirat. Der Gründer des Reise- und Tourismus-Marktforschungsunternehmens PhoCusWright soll bei der strategischen Planung und Ausrichtung sowie der weiteren Expansion helfen.

Die erste Version des Artikels erschien am 15. Oktober 2014.

Größter Anteilseigner bei dem Limousinen-Dienst bleibt Carsten Maschmeyer, der über seine Investitionsgesellschaft Alstin bislang 22 Prozent der Anteile hält. Neben Alstin sind auch Daimler (mit bislang 19 Prozent) sowie B-to-v und RI Digital Ventures beteiligt. Die beiden Gründer Frank Steuer und Jens Wohltorf, die den Service im September 2011 starteten, hielten bisher jeweils 18,5 Prozent der Anteile.

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Das Berliner Unternehmen beschäftigt rund 120 Mitarbeiter und ist mittlerweile in 49 Ländern und knapp 150 Städten aktiv – auch in der japanischen Hauptstadt Tokio.

Während das US-Vorbild Uber in Deutschland auf juristischen Widerstand stößt, wirbt Blacklane explizit damit, sich an die Gesetze zu halten: Sämtliche Fahrer hätten Mietwagenkonzessionen und Personenbeförderungsscheinen, erklärt eine Sprecherin. Außerdem seien die Fahrten im voraus buchbar und für die Fahrer planbar. Damit könne sich Blacklane an die vorgeschriebene Rückkehrpflicht halten.

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Der neue Blacklane-Investor plant darüber hinaus offenbar weitere Investitionen in Deutschland, insbesondere in Berlin: Wie das Handelsblatt schreibt, sind bereits mehrere Recruit-Scouts in der deutschen Hauptstadt unterwegs, um vor Ort nach lukrativen Startups zu suchen.

Bild: Blacklane