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Bloomy-Days-Gründerin Franziska von Hardenberg

Das Berliner Startup Bloomy Days hat am Mittwoch vorläufige Insolvenz angemeldet. Grund ist laut Gründerin Franziska von Hardenberg eine kurzfristig geplatzte Finanzierungsrunde. Als Insolvenzverwalter wurde Torsten Martini eingesetzt. Das 2012 gegründete Unternehmen bietet seinen Kunden an, frische Blumen per Abonnement nach Hause zu bestellen.

Vor Kurzem hatte das Startup noch sein Geschäftsmodell erweitert: In Zukunft wollte Bloomy Days verstärkt auf Geschäftskunden setzen, die regelmäßiger bestellen und für größere Aufträge sorgen. So wollte das Unternehmen beispielsweise für seine Unternehmenskunden Geschenke an deren Geschäftspartner liefern.

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Die Liste der Kapitalgeber, die bisher mehrere Millionen Euro in das Blumenstartup investiert haben, ist lang: Unter anderem sind Investor Christophe Maire, Business Angel Lars Dittrich, Otto Capital und Ariadne Capital darunter. Franziska von Hardenberg verkündete die letzte Finanzierungsrunde im März 2015.

Anfang dieses Jahres sagte von Hardenberg bei einem Besuch von Kanzlerin Angela Merkel bei dem Startup, Bloomy Days sei nun kurz davor, profitabel zu werden. Das Unternehmen habe über 250.000 Blumenpakete versendet und verzeichne ein starkes Wachstum.

„Heute kann ich jedoch noch nicht begreifen, was alles dazu geführt hat, dass wir uns in dieser Situation befinden“, heißt es von Franziska von Hardenberg in einem Brief, der Gründerszene vorliegt. „Es wird Zeit brauchen um zu verstehen, was wir hätten noch besser machen müssen.“ Nun beginne die Zeit der Restrukturierung. „Wir kämpfen dafür, eine Lösung zu finden. Eine Lösung, die die Arbeitsplätze sichert und unsere Kunden weiterhin mit den schönsten, saisonalen Blumen beliefert. Mehr kann ich dazu heute noch nicht sagen.“

Demnach ist noch unklar, wie es mit Bloomy Days weiter gehen wird. Aktuell sind am Markt beispielsweise das Berliner Startup BloomOn oder das Münchner Miflora mit ihren Blumenabos aktiv.

Bild: Bloomy Days