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BluePatent stellt den Geschäftsbetrieb ein

Das nächste Startup, das sich mithilfe der Crowd finanziert hat, ist am Ende: Die Schutzrechte-Plattform BluePatent hat Insolvenz angemeldet. 2011 sammelte das Startup 100.000 Euro über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch ein, 153 Geldgeber beteiligten sich an der Finanzierung.

Erst vor wenigen Tagen musste der Sportartikelhändler Sportrade seine Pleite eingestehen. Sportrade hatte über die Plattform Companisto Kapital eingesammelt. Im August 2013 ging mit Betandsleep zum ersten Mal ein über Seedmatch finanziertes Startup pleite.

BluePatent war 2011 in Hennigsdorf bei Berlin gegründet worden. Die Plattform ermöglichte Unternehmen, Schutzrechte zu recherchieren und dadurch blockierende Patente der Konkurrenz zu beseitigen oder Plagiate eigener Produkte aufzuspüren.

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Wie der Seedmatch-Blog vermeldet, hat das Startup nun den Geschäftsbetrieb eingestellt und das Insolvenzverfahren eingeleitet. Im Gegensatz zu Betandsleep ist BluePatent aber offenbar nicht an einer fehlenden Anschlussfinanzierung gescheitert, diese war über die Investitionsbank Berlin und die britische Steelhouse Ventures gesichert. BluePatent ist es nicht gelungen, die geplanten Umsätze einzufahren. Trotz guter Resultate und zufriedener Kunden seien die Dienstleistungen zu wenig nachgefragt worden, so Mitgründer Jan Stütz. „Vielleicht war unsere Dienstleistung für den europäischen Markt zu teuer.“ Auch die Anpassung des Geschäftsmodells an die Bedürfnisse des Markts sei nicht schnell genug gelungen.

Am Schluss war laut Stütz „das Sonderkündigungsrecht eines Investors bezüglich seines Darlehensvertrages“ ausschlaggebend für die Insolvenz. Innerhalb von zehn Tagen seien 100.000 Euro zur Rückzahlung fällig geworden – aufgrund fehlender Umsätze habe man die Summe aber nicht aufbringen können.

Bild: PantherMedia, Matthias Pahl