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Autonome Fahrzeuge, die mit bis zu 70 Kilometer pro Stunde durch die Stadt düsen: Vor Kurzem gab BMW bekannt, im neuen Jahr mit einer Roboter-Testreihe im öffentlichen Stadtverkehr in München starten zu wollen. In diesem Zusammenhang hat der Autobauer nun ein zusätzliches Entwicklungszentrum für das kommende Jahr angekündigt.

BMW beabsichtige, bis 2021 den ersten autonomen, elektrisch betriebenen BMW iNEXT zur Marktreife zu bringen, gibt Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich an. Darum werde die Entwicklung für die Fahrzeugvernetzung in einem neuen Campus in Unterschleißheim gebündelt, so das Unternehmen. Der Ort liegt im Münchner Umland. Wie der Entwicklungsstandort für autonomes Fahren genau aussehen wird, hat BMW noch nicht verraten.

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Derzeit seien rund 600 Mitarbeiter an der Entwicklung autonomer Fahrzeuge beteiligt, heißt es. Auf dem neuen Campus sollen später einmal über 2.000 Mitarbeiter arbeiten. Vor allem IT-Spezialisten, Softwareentwickler aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Machine Learning und Data Analysis werden derzeit gesucht. „Wir vereinen die Vorteile eines Startups wie beispielsweise Flexibilität und Schnelligkeit mit denen eines etablierten Unternehmens“, sagt Fröhlich.

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Den „Startup-Spirit“ versuchen sich derweil alle großen Autobauer einzuverleiben. Daimler-Chef Zetsche kündigte dieses Jahr an, dass im Konzern bald wie in einem Startup gearbeitet werden soll. Volkswagen hat mit Moia gleich eine eigene Marke aufgesetzt, um mit einem dreistelligen Millionenbetrag unter anderem Partnerschaften mit Mobilitäts-Startups aufzubauen. Wie viel Budget dem neuen Campus von BMW zur Verfügung stehen wird und welche konkreten Kooperationen angestrebt werden, wollte der Konzern bisher nicht angeben.

Bild: Getty Images / Lennart Preiss / Freier Fotograf