böse chef sprüche

Die bösesten Chef-Sprüche

Es war im März 2012, als mir ein junger Mann über Xing von einem neuen Projekt geschrieben hat, das den klangvollen Namen „Badass-Boss“ trug. Gemeinsam hatten Stojan Rudan und Michael Kötting eine Webseite aufgesetzt, auf der Menschen ihre schlimmsten Vorgesetzten-Erlebnisse und die bösesten Chefsprüche einstellen konnten. Anschließend konnte die Community bewerten, ob es sich beim entsprechenden Chef wirklich um ein „Badass“ handelte oder ob es nicht noch härter geht.

Das Konzept gefiel mir sofort. Es brachte eine emotionale Komponente mit, war für jeden sofort nachvollziehbar und teilte sich in kleine Probiermengen auf, die gerade so groß waren, dass man bequem einige davon in der Mittagspause kosten konnte. Der Ansatz der beiden erinnerte mich unmittelbar an „SMS von gestern Nacht“, das mit dem Veröffentlichen witziger Kurznachrichten ja auch bereits zum Bürokult geworden war.

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Mir kam unmittelbar der Gedanke, ob sich das Ganze nicht auch auf Gründerszene einbinden ließe, immerhin würden kleine Content-Stücke dieser Art auch für Gründer interessant sein und unser pointiertes Angebot gut abrunden. Doch dann passierte leider das, was viel zu oft passiert: Das Vorhaben ging im Alltag unter und andere Entwicklungen hatten Vorrang. Ich fand das eigentlich immer schade und doch ließ es sich nicht realisieren, weshalb es mich umso mehr freute, als ich hörte, dass die besten Geschichten von Badass-Boss nun von Piper als gesammeltes Buch mit den bösesten Chefsprüchen herausgegeben wurden. Kleine Kostprobe gefällig?

„Sie sind der Blinddarm des Unternehmens. Oft gereizt und völlig nutzlos.“

„Wenn Sie hoch hinauswollen, dann gehen Sie klettern. Hier im Unternehmen wird das jedenfalls nichts.“

„Ich habe gerade ,Wen interessiert’s‘ gegoogelt. Mein Name tauchte nicht in den Suchergebnissen auf!“

„Sie arbeiten wie ein Maulwurf. Blind drauflos und zum Schluss bleibt nur ein Haufen Dreck.“

„Ich kann wirklich nicht verstehen, wie man Sie bei der letzten Personalrationalisierung übergehen konnte.“

„Entschuldigung, wenn ich Sie verletzt habe, als ich Sie einen nutzlosen Blödmannsgehilfen nannte… Ich dachte, das wüssten Sie schon.“

„Was heißt hier Sexismus? Haben Sie wirklich geglaubt, dass ich Sie wegen Ihrer fachlichen Fähigkeiten eingestellt habe?“

„Wollen Sie mal ein richtiger Entwickler werden oder ewig ein blöder Lochkartenstanzer aus dem Osten bleiben?“

„Das einzig Bemerkenswerte, was Sie täglich auf der Arbeit zustande bringen, ist, einen Liter Kaffee in einen Liter Pisse zu verwandeln.“

Mitarbeiter: „Morgen ist die Beerdigung meiner Großmutter. Kann ich bitte einen Tag Urlaub bekommen?“ Chef: „Ja, aber nehmen Sie ein paar Flyer mit.“

Chef: „Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, welche Jobs es für Sie außerhalb dieser Firma gibt?“ Mitarbeiter: „Nein…“ Chef: „Ich aber.“

Mitarbeiter: „Kann es sein, dass Sie mich in der Gehaltsverhandlung angelogen haben?“ Chef: „Na ja, zum Lügen gehören immer noch zwei. Einer, der lügt, und einer, der es glaubt.“

Mitarbeiter: „Ich müsste heute früher los, mein Mann hat sich das Bein gebrochen und wartet im Krankenhaus.“ Chef: „Na, dann lassen Sie ihn warten, weglaufen kann er ja nicht.“

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Ihr seht, das Ganze ist also durchaus recht unterhaltsam, wobei man manchmal vielleicht schwankt, ob es eher lustig, schockierend oder traurig daher kommt. Für Unterhaltung ist also gesorgt und wenn ihr mehr haben wollt, kauft euch einfach das Buch. Das gute Stück ist für einen schmalen Taler zu haben – also stellt euch nicht so an und schlagt einfach mal zu:

»Seien Sie gefälligst still, wenn ich Sie unterbreche!« : Die bösesten Chefsprüche von badassboss.de

Stojan Rudan, Michael Kötting | 8,99 Euro | Piper Verlag

Aber bei einer simplen Buchvorstellung wollen wir es an dieser Stelle nicht belassen. Natürlich lässt sich das Ganze nutzen, um einmal über die arschigen Vertreter der Startup-Szene zu sprechen. In fünf Jahren Gründerszene ist mir auch die eine oder andere Geschichte eines Badass-Bosses untergekommen, die manchmal für einen Artikel taugte und manchmal auch unveröffentlicht blieb. Viel Spaß also beim Lesen, Wundern und Rätseln, um welche Unternehmen es sich wohl handelt.

Und vor allem: Wenn ihr auch noch Badass-Boss-Geschichten aus eurem Startup-Alltag habt, teilt sie in den Kommentaren! Unter den Kommentatoren verlosen wir eine Ausgabe des Badass-Boss-Buchs.

Bitte wenden – hier geht’s zu den Startup-Beispielen.

Bild: mathom / PantherMedia

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