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BoffR gibt nach Strategieschwenk auf

Die Event-Suchmaschine BoffR stellt noch diese Woche ihren Service ein. Wie Deutsche Startups entdeckte, verkündete das Berliner Unternehmen sein Aus über Facebook. In dem offiziellen Post heißt es, das „Team hat es leider nicht geschafft, rechtzeitig rechtliche Unklarheiten und unterschiedliche Ausrichtungen zu lösen“. Weiterhin sei man „nicht in der Lage, dem immer höher werdenden Aufwand gerecht zu werden.“

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Auf Nachfrage von Gründerszene bestätigte BoffR-Gründer Sebastian Misch den Schritt und gab als Hauptgrund rechtliche Probleme mit Facebook an. Man habe unter anderem Facebook-Event-Daten monatelang im Voraus geladen – was nicht mit den Richtlinien des sozialen Netzwerks vereinbar sei. Da auch Gespräche mit Facebook keine Einigkeit schaffen konnten, musste das Startup nun sein „Scheitern dieses Projekts akzeptieren“, wie es auf Facebook heißt.

Zu den weiteren Hintergründen wollte er sich nicht äußern. Misch gab allerdings an, bereits an einem neuen Projekt zu arbeiten, welches derzeit im Geheimen entwickelt werde. Er freue sich auf den Neuanfang und über die gemachten Erfahrungen, die er in das das neue Projekt einfließen lasse.

Das Aufsetzen auf Facebook als Plattform war dabei schon der zweite Anlauf des 2011 in Berlin gegründeten BoffR. Die heutige Event-Suchmaschine wurde bereits im Mai 2012 von Gründerszene porträtiert, damals präsentierte sich das gerade gestartete Angebot noch als „Twitter“ für lokale Echtzeitangebote. Auf BoffR sollten lokale Händler, Dienstleister und Veranstalter kostenlos ihre tagesaktuelle Werbung in Form von kurzen textuellen Nachrichten publizieren und Anwender gezielt nach Angeboten suchen können. Im November 2013 kam es dann zu einen Strategieschwenk mit anschließendem Relaunch der Seite, durch den das Angebot fast ausschließlich auf Facebook-Events beschränkt wurde.

Bild: Screenshot BoffR-Webseite