bonagora

Die Bonagora-Gründer Tobias Meisel, Goran Buvac und Justin Scull (von links).

Vor rund einem Jahr hatten die Gründer von Bonagora noch große Pläne: Mit frischen Millionen sollte die Plattform für Einrichtungshändler nach Asien expandieren. Doch nun musste das Jungunternehmen Insolvenz anmelden, wie Gründerszene herausgefunden hat.

Das Berliner Startup will die Verkaufswege zwischen Groß- und Einzelhandel der Einrichtungsbranche optimieren. Über die Plattform des Startups soll etwa der Verkaufsprozess abgewickelt werden. Mit einer App können die Händler auch Bestellungen unterwegs erfassen, etwa auf Messen.

Anzeige
Mitgründer Goran Buvac, der das Software-Startup gemeinsam mit Tobias Meisel und Justin Scull gründete, sagte gegenüber Gründerszene: „Um weiter wachsen zu können, hätten wir noch mal eine Brückenfinanzierung benötigt, die wir leider innerhalb der erforderlichen Zeit nicht erhalten haben. Vor dem Hintergrund einer drohenden Zahlungsunfähigkeit mussten wir nun leider Insolvenz anmelden.“ Potentiellen Investoren habe das Startup zu wenig Wachstum vorzeigen können, so der Gründer.

Das Trio plant, das Unternehmen weiterzuführen. Am Betrieb mit den 29 Mitarbeitern soll sich vorerst nichts ändern, deren Gehälter würden voraussichtlich durch sogenanntes vorfinanziertes Insolvenzgeld weiter gezahlt, so der zuständige Insolvenzverwalter Jesko Stark gegenüber Gründerzene. Der Antrag dafür werde nun von ihm eingereicht und das Geld dann von der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung gestellt, so Stark. Weitere Kosten für die Weiterführung des Betriebes werden aus den noch vorhandenen Mitteln von Bonagora gestellt, so Stark.

Das Gründerteam sei nun auf der Suche nach einem Käufer. „Wir sind weiter in Gesprächen mit internationalen Investoren“, sagt Buvac. „Zudem führen wir Gespräche mit strategischen Partnern, die den Mehrwert von Bonagora sehen und Interesse an der entwickelten Lösung, dem Team und an dem internationalen Kundenstamm signalisiert haben.“

In den vergangenen Jahren seit der Gründung 2014 hat das Unternehmen etwa 3,5 Millionen Euro bekommen, teilweise auch als Wandeldarlehen, so Buvac. Gesellschafter wie die Risikokapitalgeber Earlybird, Vogel Ventures und Makers.do sowie der ehemalige Ebay-Geschäftsführer Stephan Zoll sind an Bonagora beteiligt. Ein Großteil der Investition sei in die Produktentwicklung der Software-Plattform gegangen, heißt es vom Startup.

Bild: Bonagora