Carsten Kratz

Carsten Kratz, BCG-Chef in Deutschland und Österreich

BCG: Verbindung zur Startup-Szene festigen

Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) will digitaler werden und baut dafür die Tochterfirma BCG Digital Ventures aus: „Bis Ende 2015 werden wir einen erheblichen zweistelligen Millionenbetrag in den Aufbau unserer digitalen Tochter investieren“, lässt sich Carsten Kratz, BCG-Chef in Deutschland und Österreich, zitieren. Allein in Berlin soll das Team bis zum Ende des Jahres auf mindestens 30 Mitarbeiter erweitert werden. „Die meisten werden keine klassischen Berater sein, sondern Spezialisten wie Produktmanager, Designer, Entwickler und Systemarchitekten.“

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BCG Digital Ventures wurde zu Beginn dieses Jahres gegründet. Das Team der BCG-Tochterfirma entwickelt und vermarktet digitale Produkte und Plattformen. Ziel der Firma ist es, „die Transformation in Großkonzernen zu beschleunigen“.

„Wir unterstützen Kunden längst bei der digitalen Transformation ihrer Geschäfte. BCG Digital Ventures bezieht zusätzliche Aspekte ein“, erklärte Kratz gegenüber der Wirtschaftswoche. „Wir sind deutlich näher am Produkt, das Angebot reicht von der Entwicklung über das Design bis zur Markteinführung. Wir empfehlen interessante Startups und investieren selbst. Dabei sind die Grenzen zum klassischen Beratungsgeschäft fließend, es gibt Überschneidungen und gemeinsame Projekte.“

Das erste Büro von BCG Digital Ventures in Berlin wird geführt von dem früheren Xing– und Ebay-Deutschland-Chef Stefan Groß-Selbeck, Klaus Nitschke, ehemaliger Manager der Deutschen Telekom, Autoda-Gründer Sebastian Klauke und Mario Gamper, der zuvor Creative Director bei der Werbeagentur Scholz & Friends war. „Mit dem Führungsteam schlagen wir die Brücke zwischen BCG, Konzernkultur und Startup-Szene“, heißt es weiter von der Unternehmensberatung.

Bild: BCG