Die Suche nach einem neuen Büro? Oft eine echte Zerreißprobe. Etliche Faktoren müssen berücksichtigt werden, allen Voraus die Höhe des Mietpreises, die Lage oder die Größe. Doch bei der Entscheidung für oder gegen ein neues Büro geht es längst nicht mehr nur um Flächen- oder Kosteneffizienz. Bei der Suche sollte sich jeder Gründer fragen: Würde sich das Team hier wohlfühlen? Denn die Atmosphäre von Räumen wirkt sich bewiesenermaßen auf die Zufriedenheit des Teams aus – und damit direkt auf ihre Leistung. Ein gut gelegenes, clever konzipiertes und stylishes Büro lässt die Produktivität und Kreativität der Mitarbeiter in die Höhe schießen und schafft so eine zukunftsstarke Arbeitskultur.

Insgesamt müssen Gründer aber doch immer gewisse Kompromisse eingehen –  allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt. Denn weder sollten Mitarbeiter unter Platzangst leiden, noch sollten Gründer ein halbes Vermögen für die Miete ausgeben. Welche Faktoren spielen im Großen und Ganzen dennoch eine wichtige Rolle? Diese Checkliste hilft, Prioritäten zu setzen.


Ihr braucht ein neues Büro – aber die Suche läuft bisher nur schleppend? Immobilienberater Colliers International hat sich auf die Bürosuche von Startups spezialisiert. Wer sich beraten lassen möchte, kann sich gerne an Marcus Lehmann (Director Letting Berlin) wenden.


Die wichtigsten Standortkriterien im Überblick

Die Lage

Gründer sollten sich im ersten Schritt überlegen, wo sie ihr Büro sehen. Ist das Unternehmen von seiner „DNA“ her eher hip, edel oder bodenständig – welche Stadtteile kommen also überhaupt infrage? Ist man auf eine vitale Business-Infrastruktur in der Umgebung angewiesen? Wie sieht es mit ÖPNV-Anbindung und Parkplätzen aus, können Mitarbeiter und Kunden das Büro gut erreichen? Hat das Team in der Mittagspause die Möglichkeit, nette Cafés oder Restaurants anzusteuern, sich im Supermarkt mit Lunch einzudecken oder sich im Grünen zu erholen? Und mit wieviel Peripherie kann man sich anfreunden, wenn man sich aus der City hinausbewegt? Auch der Lärmpegel und die Nachbarn sollten bei diesem ersten Check der Hard Facts berücksichtigt werden.

Das Gebäude

Das Gebäude wirkt sich direkt auf das Gründer-Portemonnaie aus. Warum? Die Qualität der neuen vier Wände entscheidet über die Energiekosten, die zum Teil stark variieren. Ein Energieausweis schafft hier erste Klarheit. Gründer sollten zudem prüfen, ob das Haus vernünftig gegen Hitze und Kälte gedämmt ist, ob die Heizungen gut funktionieren und ob die Räume hell genug sind. Und sie sollten herausfinden, ob die technische Ausstattung auf dem neuesten Stand ist: Lässt die Bausubstanz bestes WLAN und guten Handyempfang zu? Und wie viele Steckdosen findet man an den Wänden?

Die Räume

Dann gilt es, zu inspizieren, was der Raum konzeptuell hergibt. Zunächst sei gesagt: Startups sollten ihre Räumlichkeiten mit Weitsicht planen und ein paar Quadratmeter mehr anmieten als benötigt werden. Dieser Überschuss lässt sich dann – sofern der Vermieter sein Okay gegeben hat – untervermieten (viele Startups in Großstädten fahren diese Strategie, um überhaupt den Zuschlag für ein Büro zu bekommen). Bei der Besichtigung sollten Gründer schauen, ob sie die Aufteilung verändern und zum Beispiel Wände einreißen oder hochziehen können. Kann man eine inspirierende Kommunikationskultur und einen regen Wissenstransfer schaffen, und so wichtige Innovationen entwickeln? Gibt es genügend Einzelbüros und Meeting-Räume? Und ist ausreichend Platz für Lager, Server, Ruhezonen und Sozialräume vorhanden?

Auch nicht unwichtig in diesem Zusammenhang: die sogenannten ASR (Technische Regeln für Arbeitsstätten). Sie geben Richtwerte für Arbeitsplätze vor – darunter Fläche pro Arbeitsplatz, Fluchtwege, Raumvolumen, Lärm, Temperatur oder Luftfeuchtigkeit.

Die Besichtigung

Wenn nun alles passt, heißt es: Sinne schärfen. Bei der Begehung aller in Frage kommenden Büro-Kandidaten sollten Gründer schauen, ob sie sich vorstellen könnten, die Räume jeden Tag mit Freude zu betreten. Am besten schaut man sich die Räume im Live-Betrieb an, um ein Gefühl für die Atmosphäre zu bekommen. Und da die Geschäftsadresse als Aushängeschild des Startups dient, muss zu guter Letzt noch folgende Frage beantwortet werden: Welchen Eindruck macht das Umfeld auf Geschäftspartner mit lukrativem Etat, ist es gepflegt genug?


Die Bürosuche kann gerade in großen und angesagten Städten ein schwieriges Unterfangen werden, da die Auswahl durch die extreme Flächenknappheit geringer ausfällt und die Preise explodieren. Colliers International kennt die Märkte und Vermieter, und hilft Gründern bei der Suche. Hier entlang für mehr Informationen!


 

Bild: stocksnap.io