Wir bieten einen Obstkorb, Kicker und Mate, so steht es in vielen Jobanzeigen von Startups. Als Bewerber könnte man glatt den Eindruck bekommen, dies seien die ausschlaggebenden Kriterien für einen interessanten Job. Es folgen Floskeln wie Hands-on-Mentalität und flache Hierarchien. Übersetzt kann das so ziemlich alles bedeuten – bis hin zu einer heillosen Überlastung, weil es zu wenig Mitarbeiter für die vielen Aufgaben gibt.

Wie eine ehrliche Jobanzeige aussehen könnte, zeigt Lydia Krüger aktuell auf ihrem Blog Büronymus. Eine Kostprobe aus der Fake-Anzeige des fiktiven Startups Pooxxipay:

„So we are a start-up in Berlin, Mitte. You can tell by our cute company name which features a double O and a double X. You cannot be a real startup if you don’t have that. And the colorful logo which my mom made in 3 minutes on www.logomakr.com. Thanks, Mom, it means a lot!“

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Es wird noch besser: Mit seiner Idee revolutioniere das Startup die Welt fundamental. „Stell‘ dir vor, dass es eines Tages eine App gibt, die dir die nächste Person anzeigt, die du nach dem Weg fragen kannst!“ Und das nur für „ein paar Dollar“.

Für den Job in diesem verrückten Startup sucht ein Josh einen Frontend-Developer mit den folgenden Anforderungen:

„We expect you to speak English. None of us speaks a word of German despite having lived here in Berlin, Mitte for 5 years. Because we don’t give a damn about your crazy fucking language. And a Flat White is a Flat White in German as well. Did you know that?“

Dafür gibt es auch ein cooles Büro in „Berlin, Mitte“ mit Kaffeemaschine und Luigi, dem „refugee-barista from Salerno, Italy“. Was auch immer den Startup-Bewerber in der echten Welt erwartet, eines ist sicher: Wenn es mal zu viel wird, kann man sich immer noch eine Banane aus dem Obstkorb schnappen.

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