Bunch O Balloons

Alles begann mit einem 10.000-Dollar-Ziel

Es ist bei Weitem nicht die erste Erfindung von Josh Malone. Und doch scheint sich der Tüftler mit seiner jüngsten Erfindung Bunch O Balloons selbst übertroffen zu haben: 37 Ballons, die im Handumdrehen und auf einmal mit Wasser befüllt werden können. Einmal von der Vorrichtung abgeschüttelt, verschließen sich die Wurfgeschosse von alleine. Weil jeder gerne Wasserbomben wirft, niemand sie aber gerne einzeln befüllt, wirbt der Texaner. Sein Versprechen: Mit seiner Apparatur lassen sich 100 Ballons pro Minute zur Wasserbomben machen.

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Angefangen hat Malone seine Karriere bei Texas Instruments, wo er sich um die Verlässlichkeit und die Produktionseffizienz von Produkten kümmert. Auch neue Techniken und Tools zur Analyse von Fehlern entwickelt er. Ergebnis: vier Veröffentlichungen und sechs Patente.

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Seine Ziele für Bunch O Balloons waren dabei zunächst eher zurückhaltend. 10.000 Dollar hatte er seiner Kickstarter-Kampagne zum Ziel gesetzt. Mittlerweile sind es 910.000 Dollar, die Wasserbombenbegeisterte bereits zugesagt haben. 50 Stunden lang läuft die Kampagne noch.

Dann hat Malone Blut geleckt. 1,67 Millionen Dollar erhofft er sich nun, um die Produktion vollständig automatisieren zu können. Wird das Ziel erreicht, könne er weltweit Ladengeschäfte mit seinen Wasserballons versorgen, so Malone. Um dorthin zu kommen, ködert er vor allem US-Amerikaner – wer 12 Dollar auf seinen Pledge drauf legt, bekommt Ballons in den Nationalfarben rot, weiß und blau pünktlich zum Unabhängigkeitstag 2015.

Von jedem zugesagten Dollar gehen 70 Cent gleich wieder drauf, die verbleibenden 30 Cent will Malone in die Verbesserung der Produktion stecken. Insgesamt 500.000 Dollar braucht Malone als Sicherheit für einen Kredit, damit er seine neue Produktionsstraße kaufen kann.

Derzeit sieht es so aus, als würde Malone sein „Stretch Goal“ von mehr als anderthalb Millionen Euro nicht ganz erreichen können. Dann wird eine halbautomatische Produktionsstraße reichen müssen. Noch passiert aber alles von Hand. Und das ist ambitioniert, denn noch im August sollen die ersten Unterstützer mit den Ballons beliefert werden. Sollte alles klappen hätte hätte Malone laut aktuellem Stand immerhin bereits mehr als vier Millionen potenzielle Wurfgeschosse verkauft.

Bild: Tinnus / Josh Malone