Business Angels Bedauern

Business Angels warnen vor zu hohen Bewertungen…

Stolze 46 Prozent aller US-amerikanischen Business Angels ärgern sich über ein Investment des laufenden Jahres. Der Hauptgrund? Zu optimistische finanzielle Erwartungen der Startups. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des US-Unternehmens Worthworm. Und: Die Chancen für ein positives Ergebnis liegen bei weniger als 50 Prozent.

Worthworm hat es sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, „die Ratespiele in der Startup-Bewertung“ zu beseitigen. Bislang habe kaum jemand das Investitionsverhalten beziehungsweise die Vorlieben und Abneigungen von Business Angels untersucht, erklärt Mitgründer Alan Lobock gegenüber Venturebeat. Es sei aber wichtig für junge Entrepreneure zu wissen, was Investoren hören wollen und was nicht. Die Studie zeige deutlich, dass viele Gründer ihre Hausaufgaben nicht machten, bevor sie sich mit potenziellen Investoren treffen.

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Dabei scheinen immer mehr Startups zu sehr auf hohe Finanzierungssummen und hohe Bewertungen zu spekulieren. Seit 2008 habe sich die Bewertung von Startups in der Seedphase um 63 Prozent erhöht, wie der jüngste Pitchbook-Report verrät. Die Worthworm-Untersuchung scheint das zu bestätigen: Zu hohe Pre-money-Bewertungen sind neben einem schlechten Zusammenspiel zwischen Investoren und Startup-Management sowie fehlerhaften Strategien weitere Gründe dafür, dass die Angels ihre Investments bereuen.

… wollen aber weiterhin investieren

Auch hat die Studie herausgefunden, dass die befragten Privatinvestoren im Schnitt ein einziges Investment pro Quartal durchführen – der Wettbewerb um die Engel-Dollars ist also entsprechend hoch. Interessant dabei: Auffällig viele Angels investieren entweder einmal im Jahr oder mehr als fünf mal. Das soll sich für das Gros der Befragten auch im kommenden Jahr nicht ändern. Lediglich gut 20 Prozent erwarten, 2014 mehr und öfter zu investieren. Die gute Nachricht: Weniger investieren wollen weniger als fünf Prozent.

Hoch auf der Liste der Angel-Investoren steht dabei neben Internet und Mobile besonders der Bereich Gesundheit (Healthcare) – auch als mobiler Wachstumsmarkt. Hier habe man den Einstieg bislang verschlafen. Aber auch bei Zahlungssystemen und sozialen Netzwerken wird im mobilen Bereich kräftiges Wachstum erwartet. Für mobile Spiele indes oder Bildungssoftware scheinen sich die von Worthworm befragten US-amerikanischen Business Angels nicht unbedingt gewinnen zu lassen.

Mehr Details zur Worthworm-Studie gibt es hier.

Bild: Martina Berg /Panthermedia