In drei Schritten zum High-Tech Unternehmen – Science4Life

Warum Life Sciences-Startups so wichtig für uns alle sind

Eine alternde Weltbevölkerung, knapper werdende Rohstoffe und hochansteckende Krankheiten – wie können all diese Probleme gelöst werden? Kluge Köpfe aus den Universitäten und Forschungseinrichtungen aus den verschiedensten Bereichen der Life Sciences leisten hier bereits seit Jahren einen wichtigen Beitrag. Für Gründer dieser Bereiche gestaltet es sich oftmals  schwierig, den Weg in die Selbstständigkeit zu gehen, dauerhaft und gewinnbringend Lösungen für Problemstellungen zu erarbeiten und diese umzusetzen. Für die Produktentwicklung zum Beispiel brauchen sie meist nicht nur mehr Zeit als Gründer anderer Branchen, sondern auch mehr Einstiegskapital.

Die Gründerinitiative Science4Life veranstaltet bereits seit 1998 den bundesweiten Businessplan-Wettbewerb „Science4Life Venture Cup“, um Gründer bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Die Ideenphase für die nächste Wettbewerbsrunde ist bereits gestartet, doch mitmachen ist jederzeit möglich.

Hier können sich Life Sciences-Startups und Startups mit Innovationen aus dem Bereich Chemie und Energie bewerben.

Mehr als nur Cash: Das macht den Science4Life Venture Cup besonders attraktiv

Der Venture Cup belohnt gute Ideen nicht nur mit Preisgeldern, sondern geht einen Schritt weiter: Science4Life wird ehrenamtlich von starken Partnern wie Banken, Beratungsunternehmen, Universitäten und ehemaligen Teilnehmern unterstützt. Diese bilden gemeinsam ein Expertennetzwerk. Davon profitieren die Teilnehmer ungemein: Durch den direkten Kontakt zu wichtigen Ansprechpartnern verbessern sie ihre Chancen, erfolgreich am Markt zu agieren.

Unter anderem durch diesen exklusiven Netzwerkcharakter hat sich der Wettbewerb mittlerweile zu einer Art Gütesiegel entwickelt, mit dem viele ehemalige Teilnehmer Investoren überzeugen konnten. „Der Gewinn ist eine Bestätigung unseres Geschäftsmodells“, berichtet Dr. Sebastian Quednau, Geschäftsführer von NanoWired. Das Startup entwickelt neuartige Beschichtungstechnologien und wird vom EXIST-Stipendium gefördert.

In drei Schritten zum High-Tech Unternehmen – Science4Life

Science4Life: 3 Phasen für ein nachhaltig erfolgreiches Business

Damit Gründer zu speziellen Fragen die Unterstützung von Experten in Anspruch nehmen und so sich selbst und ihr Business kontinuierlich weiterentwickeln können, ist der Wettbewerb in drei Phasen aufgeteilt.

Phase 1: Am Anfang die Idee

In der Ideenphase geht es darum, die Geschäftsidee präzise und überzeugend darzustellen – auf maximal drei Seiten. So soll die eigene Geschäftsidee auf ihre Umsetzbarkeit am Markt geprüft und Marktchancen frühzeitig erkannt werden.

Aus den eingegangenen Ideen werden die 30 besten Ideen ausgewählt und die Startups hinter diesen zu einem Tages-Workshop in Frankfurt mit Experten eingeladen. Hier haben sie die Möglichkeit, ihre Gedanken und Pläne in persönlichen Gesprächen mit Experten zu diskutieren und die Idee weiter auszureifen. Die fünf besten Ideen werden mit jeweils 500 Euro prämiert.

Bis zum 21. Oktober 2016 können Gründer ihre Idee einschicken!

Phase 2: Prüft das Konzept auf Herz und Nieren

Wenn die Idee gut war, wird das Konzept bestimmt noch besser. In der zweiten Phase sollen Gründer ihr Geschäftskonzept kurz und prägnant formulieren. Die 20 besten Teams werden am 13. März 2017 zu einem zweitägigen Intensiv-Workshop nach Berlin eingeladen. Hier steht jedem Team ein persönlicher Coach zur Verfügung, um das Geschäftskonzept weiter zu verfeinern.

Die Profis prüfen das Konzept erneut auf die Plausibilität und Realisierungschancen und geben den Teilnehmern weitere Tipps zur Erstellung des Businessplans. In Vorträgen erfahren die Teilnehmer zudem mehr über juristische Aspekte der Unternehmensgründung, wie Lizenzen und Patente. Im Anschluss können sie diese mit Rechts- und Patentanwälten diskutieren. Am letzten Tag der Veranstaltung werden die zehn besten Konzepte mit jeweils 1.000 Euro prämiert.

Phase 3: Die Businessplan-Phase

Bis zum 21. April 2017 können Teams ihren vollständigen Businessplan einreichen. Die besten fünf Teams werden zu einem dreitägigen Workshop eingeladen, bei dem sie ihren Businessplan noch einmal intensiv mit Branchenexperten diskutieren.

Außerdem erhalten die Teams speziellen fachlichen Input von Rechtsanwälten und Finanzinvestoren. Mit individuellen Coachings werden die Teammitglieder auf die Präsentation ihrer Unternehmensidee vor der Experten-Jury des Science4Life Venture Cups vorbereitet.

Der Einstieg in den Wettbewerb ist in jeder Phase möglich und doch ist es von Vorteil, von Anfang an dabei zu sein. Dies, macht auch Kilian L. Moser, Geschäftsführer vom Bilderkennungs-Unternehmen Oculyze, deutlich: „Wir haben an zwei Phasen des Venture Cup teilgenommen. In dieser Zeit haben wir unsere Pilotphase bei mehreren Brauereien zur Analyse von Brau-Hefe umgesetzt und wertvolles Feedback erhalten. Dadurch haben wir unsere Bildererkennungs-Software optimiert und die Laborbuchführung automatisiert. Durch Science4Life haben wir vermehrt Gespräche mit Unternehmen, Kooperationspartnern und Investoren führen können.“

Das große Finale: Der Science4Life Venture Cup

In der finalen Runde winken den Gewinnern jede Menge Preise. Für das erstplatzierte Team gibt es 25.000 Euro, für den zweiten Platz 10.000 und für den dritten Platz 5.000 Euro. Doch das ist nicht alles: In den verschiedenen Phasen ist es für die Gründer möglich, bereits wichtige Weichen für ihre Zukunft stellen, Geschäftskontakte zu knüpfen und vom Know-how erfahrener Unternehmer zu profitieren.

In diesem Jahr gibt es erstmalig einen Spezialpreis für Geschäftsideen aus dem Bereich Energie.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – Teilnahmebedingungen und Fristen

Ihr habt eine Geschäftsidee in den Bereichen Life Sciences, Chemie oder Energie? Euer Gründungsvorhaben ist zum Start des Wettbewerbs nicht älter als ein Jahr? Dann bewerbt euch hier!

Mehr Informationen über den Wettbewerb, die verschiedenen Phasen und die Deadlines erhalten Interessierte hier.

 

 

Artikelbild: Picjumbo.com