Busliniensuche.de Startup-Helden

Die Busliniensuche.de-Gründer Sebastian Stehle, Martin Rammensee und Frederic Bartscherer (v.l.n.r.)

„Startup-Helden“ von Busliniensuche.de im Interview

Als der Fernbusmarkt zu Jahresbeginn öffnete, um dem bisherigen Fernfahrt-Monopolisten Deutsche Bahn die Stirn zu bieten, waren neben den neuen Busunternehmen auch gleich mehrere Online-Vergleichsanbieter zur Stelle. Einer der ersten war Busliniensuche.de (www.busliniensuche.de). Die Idee zum Übersichtsportal für Fernbusfahrten war Martin Rammensee beim Verfassen seiner Hausarbeit zum Thema „Liberalisierung des Buslinienfernverkehrs in Deutschland“ gekommen. Mit ins Boot holte er Sebastian Stehle und Frederic Bartscherer.

Die drei Mittzwanziger betreiben das Portal, das mittlerweile über eine Million Suchanfragen im Monat bedient, derzeit noch allein in Karlsruhe. In der Reihe „Startup-Helden“ sprechen die Gründer über die Entstehungsgeschichte ihres Startups und die Konkurrenz.

Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind Sebastian, Frederic und Martin und betreiben gemeinsam Busliniensuche.de, die führende Suchmaschine für Fernbusse. Auf Busliniensuche.de aggregieren wir alle relevanten Informationen wie beispielsweise Abfahrtszeiten, Preise und Komfortmerkmale und stellen diese dann dem Nutzer zur Verfügung. So wird das Fernbusangebot trotz einer Vielzahl von Fernbusunternehmen vergleichbar und für den Nutzer übersichtlich.

Mit Busliniensuche.de seid Ihr direkt nach Öffnung des Fernbusmarktes gestartet. Wann habt Ihr die Idee entwickelt?

Die Idee, ein Vergleichsportal zu gründen, ist Martin bei einer Seminararbeit gekommen – das war Mitte 2012. In den nächsten Monaten hat er sich nach einem Team umgesehen und schließlich Sebastian und Frederic kennengelernt, die ebenfalls am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) studieren – rückblickend mit einer ordentlichen Portion Glück. Die erste Version der Seite ist im November 2012 online gegangen und am 01.01.2013 haben wir die Seite dann pünktlich zur Marktöffnung offiziell gelauncht.

Wie seht Ihr Wettbewerber wie Fahrtenfuchs, Fernbusse. de, Busticket.de und CheckMyBus und was macht Ihr anders?

Wettbewerber sind für uns ein großer Ansporn, denn wir möchten dem Nutzer die beste Suche bieten, die sowohl einfach und bequem zu bedienen als auch zuverlässig und intelligent ist. Wir sind mittlerweile die größte Suchmaschine für Fernbusse – es gelingt uns bis jetzt also ganz gut, denn schließlich waren wir schon zum Zeitpunkt der Marktöffnung nicht das einzige Portal.

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Darüber hinaus gibt es auch einige technische Hürden, die man leicht unterschätzen kann. Beispielsweise existieren im Markt keinerlei Standards für den Austausch von Fahrplaninformationen und Haltestellen. Das bedeutet für uns viel Integrationsaufwand, der sich aber bezahlt macht: So sind wir nach wie vor das einzige Portal, das anbieterübergreifende Umsteigeverbindungen algorithmisch anzeigen kann. Solange wir also unsere Nutzer zufriedenstellen, machen wir uns keine Sorgen.

Welche Tipps gebt Ihr jungen Gründern nach Euren eigenen Erfahrungen mit auf den Weg?

Erstens sollte man andere Personen an seinen eigenen Ideen teilhaben lassen, denn oft ergeben sich gerade so ganz neue Möglichkeiten und Blickwinkel. Zweitens sollte man sich bei der Suche nach einem Team ausreichend Zeit lassen, denn das Team muss sich nicht nur mit unterschiedlichen Fähigkeiten ergänzen, sondern auch menschlich zueinander passen.

Drittens sollte man sich als Gründer nicht vor Durststrecken fürchten und Durchhaltevermögen beweisen können, wenn es mal nicht so rund läuft: Auch in schwierigen Phasen sollte man seine Ziele und Vision nicht aus den Augen verlieren – warum sollten andere an die Idee glauben, wenn man selbst Zweifel hat?

Welche Trends seht Ihr im Internet?

Mobile wird in den nächsten Jahren noch deutlich mehr Gewicht erhalten als bisher. Schaut man beispielsweise nach Asien, gehen dort schon mehr Nutzer über mobile Endgeräte ins Internet als über einen normalen Computer. Außerdem werden sich in immer mehr Bereichen internetbasierte Lösungen durchsetzen und damit konservative Märkte durchwirbeln und vor neue Herausforderungen stellen. Das hat man nicht zuletzt bei der Fernbusliberalisierung beobachten können.

Bild: Busliniensuche.de