Arbeitszimmer, Netzwerkparty – und Kaffee gibt es auch

In Europa sind Kaffeehäuser zum Entspannen da: Ideale Plätze für lange Konversationen, intensives Lesen sämtlicher Tageszeitungen und unverfrorenes Beobachten von Passanten. Nicht so im Silicon Valley: Dort ähnelt jeder Raum, der Koffein und freies W-Lan anbietet, einem Apple-Showroom: aufgeklappte Macbooks allerorten. Coffeeshops sind essenzielle Treffpunkte zum Netzwerken, Arbeiten und fürs Fundraising. Eine kleine Auswahl.

Die besten Cafés im Valley…

Anzeige
Das Coupa Café gilt als das beliebteste und meistfrequentierte Café in der Startup-Community, gelegen in der Nähe der Stanford University in Palo Alto. Hier pitchen Startups sogar dem Betreiber Ideen, damit neue Technologien im Kaffeehaus getestet werden. Das University Café, ebenfalls in Palo Alto, eignet sich eher für Lunch-Termine als für stundenlanges Arbeiten. Falls die beiden Cafés überfüllt sind, bietet sich das Venetia als Alternative in der Stadt an. Das zweistöckige Red Rock Coffee in Mountain View bietet sowohl Platz für Investorengespräche als auch für halbwegs konzentrierte Arbeitstreffen.

… und in San Francisco

Die Nähe zur Caltrain Station (ergo dem öffentlichen Anschluss ins Silicon Valley) macht The Creamery in SoMa zum beliebten Treffpunkt für Meetings. Im Epicenter arbeiten vor allem junge Startups, die noch kein eigenes Office haben. Während immer mehr Coffeeshops das W-Lan abdrehen, um Dauerarbeiter fernzuhalten, setzen andere neuerdings genau auf diesen Markt: Das kürzlich eröffnete Workshop Cafe im Financial District bietet seine Arbeitsplätze für zwei Dollar pro Stunde an. Ebenfalls in Downtown San Francisco ist das Capitol One 360 Café (betrieben von einem Kreditkarteninstitut, das hier seine Services verkauft). Das wie ein Coworking Space-anmutende Café ist bekannt für seine billigen Getränke und stellt auch Konferenzräume zur Verfügung.

Lokale Kaffeehausketten

Starbucks ist unter San Franciscos Hipstern schon verpönt, verfügt die Bay Area doch über viele lokale Kaffeeröstereien mit individuelleren Geschmacksnuancen. Zu den beliebtesten zählt Blue Bottle Coffee (in die Rösterei hat übrigens kürzlich Google Ventures investiert) mit mehreren Standorten in San Francisco und der East Bay. Die Locations sind bekannt für lange Schlangen und wenig Platz für lange Gespräche, dennoch sind sie ein beliebter Ort für kurze Treffen. Auch Four Barrel bietet bewusst kein WiFi an, um Tisch-blockierende Arbeitsgäste nicht zur Dauerhockerei zu ermuntern und ist trotzdem schwer beliebt in der Tech-Szene. Die lokale Kette Philz – mit Standorten in San Francisco und Silicon Valley –  ist sowohl unter der Woche als auch am Wochenende ein beliebter Massenarbeitsplatz.

Dieser Artikel ist Teil unseres sechswöchigen Themenspecials zum Valley Camp. Wir fliegen im Oktober nach San Francisco, um für euch von dort zu berichten – wer mitfliegen will: alle Infos hier.

Bild: Bestimmte Rechte vorbehalten von kawanet