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Raffaela Rein leitet CareerFoundry seit Ende 2013

Die Nachfrage nach Techies ist so groß, dass eine Berliner Weiterbildungsplattform ihren Alumni sogar die Gebühren erstattet, falls sie nach dem Abschluss keinen Job erhalten. Das selbstbewusste Startup heißt CareerFoundry und bildet Normalsterbliche seit zwei Jahren zu Tech-Geeks aus. In sechs Monaten werden aus Studenten, Quereinsteigern und Weiterbildungsinteressierten so Web-Developer, UX- und UI-Designer oder neuerdings auch iOS-Entwickler.

90 Prozent der bisherigen CareerFoundry-Absolventen sollen nach dem Abschluss ihren Traumjob erhalten haben, schwärmt das Unternehmen. Für die Erfolgsquote setzen die Berliner auf persönliches Mentoring – allerdings online. Dazu greift CareerFoundry auf einen Pool von 130 Experten zurück. Die sollen die Ausbildung besonders praxisnah gestalten.

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Nun hat das Berliner Startup seine Serie A abschließen können. Fünf Millionen US-Dollar gibt es von Altinvestor Tengelmann Ventures, Bauer Venture Partners und der IBB Beteiligungsgesellschaft. „Die Anzahl der Kursteilnehmer steigt exponentiell – in den letzten zwölf Monaten um 1.000 Prozent“, erklärt Franziska Schaefermeyer von Tengelmann Ventures das Investment. Zu den konkreten Zahlen heißt es vom Unternehmen auf Nachfrage: „Wir hatten bisher 2.500 Studenten, die durch unsere Sechs-Monats-Kurse gegangen sind. Und dann nochmal 2.000 für unseren UX Short Course.“

Vor der Serie A konnte CarrerFoundry schon zweimal sechsstellig punkten. Zum Start gab es in einer Business-Angel-Runde 250.000 Euro, unter anderem vom Londoner Investor Stefan Glänzer. Vor einem Jahr folgte eine weitere Finanzierung im hohen sechsstelligen Bereich, bei der auch Tengelmann Ventures erstmals Geld investierte.

Gründerinnen in Deutschland – Teil zwei

Mit dem neuen Kapital will das Berliner Startup das Netzwerk an Schülern, Mentoren und Arbeitgebern ausbauen, so CEO Raffaela Rein. Sie gründete die Weiterbildungsplattform Ende 2013 gemeinsam mit Martin Ramsin. Zuvor baute Rein für Rocket Internet in Südostasien Startups auf.

Bild: CareerFoundry