carsharingumfrage

Wer nutzt das Sharing-Angebot und zu welchem Zweck?

In Großstädten wie Berlin oder München finden sich beinahe so viele Carsharing-Angebote, wie es deutsche Automarken gibt. Aber wer nutzt eigentlich die Dienste von DriveNow, Drivy oder Car2Go? Eine von Carjump in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage hat nun einen Überblick verschafft.

Von den 1000 Befragten, die in Ballungszentren leben, nehmen etwa 14 Prozent Carsharing-Angebote in Anspruch. Das klingt zunächst erschreckend wenig. Rückblickend hat sich die Anzahl der registrierten Nutzer jedoch deutlich gesteigert. Statista zufolge waren es 2011 deutschlandweit rund 200.000 Nutzer. 2015 wurde die Millionenmarke geknackt und in diesem Jahr seien nochmals etwa 200.000 dazugekommen. Hinter dem vermeintlichen Hype lässt sich also durchaus eine positive Wachstumskurve erkennen.

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Die Forsa-Umfrage zeigt darüber hinaus, dass Carsharing häufiger von Männern genutzt wird als von Frauen und ältere Generationen sich noch immer schwer damit tun. Häufigste Anlässe seien Einkauf, Familienausflug oder Umzug, heißt es darin. Was die verfügbare Fahrzeugdichte im Umkreis oder die Parksituation anbelangt, gebe es viel Nachholbedarf, urteilten die Befragten. Doch daran arbeiten einige Startups bereits.

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Der Carsharing-Anbieter Spiri will das Erreichbarkeits- und Parkplatzproblem beispielsweise so lösen, dass eine Art Busflotte aufgebaut wird. Das Startup stellt die Fahrzeuge zur Verfügung. Wer selbst fährt, zahlt nichts, Mitfahrer nur so viel wie für ein Busticket – dafür werden sie aber im unmittelbaren Umkreis abgeholt. Andere Anbieter wie Drivy Open und Getaway denken das Sharing-Modell dahingehend weiter, dass Autobesitzer ihre eigenen Fahrzeuge in eine Flotte einspeisen und nebenher Geld damit verdienen.

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Bild: Getty Images / PHILIPPE MERLE / Freier Fotograf; Grafik von Carjump und Forsa