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70 Milliarden Dollar ist der Busmarkt weltweit groß, aber nur ein geringer Teil der Buchungen findet online statt. Einer der größeren Anbieter in dem Segment ist CheckMyBus. Die Metasuchmaschine vergleicht die Preise und Verfügbarkeiten von Fernbussen wie FlixBus, Postbus oder Berlin Linien Bus. Im Angebot sollen derzeit mehr als 300 Busunternehmen aus 50 Ländern mit insgesamt mehr als drei Millionen wöchentlichen Abfahrten sein.

Das 2013 gegründete Unternehmen aus Nürnberg hat nun einen siebenstelligen Betrag eingesammelt. Neben den Gründern Heinz RauferTorsten Sturm und Reinhard Wick – sie starteten zuvor die Hotelsuche Hotel.de – kommt das Geld von Howzat Partners, sowie den Business Angels Cornelius Boersch und Bernd Dietel.

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Es sei „davon auszugehen, dass Meta-Suchmaschinen auf dem Busmarkt eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben werden, wie dies bei Hotels und Flügen der Fall war“, glaubt Sascha Hausmann von Howzat. Sein Fonds war bereits früh bei der Hotel-Metasuchmaschine Trivago investiert. Business Angel Boersch erklärt das Investment damit, dass CheckMyBus schnell internationalisiert „und ein qualitativ hochwertiges Produkt entwickelt“ habe, sowohl für Nutzer als auch Busanbieter.

Die Konkurrenz im Markt ist allerdings groß. Neben CheckMyBus und dem Mitte 2014 übernommenen Anbieter Fernbusse.de kämpfen unter anderem Busliniensuche, FahrtenFuchs, Fernbus24 und KlickBus um die Kunden. Letzteres Startup kam einst von Rocket Internet, startete in Brasilien und wollte vor zwei Jahren massiv expandieren, auch nach Deutschland.

Expansion gescheitert

Hinter den Kulissen ist allerdings einiges passiert: So hat sich das Rocket-Startup mittlerweile leise aus dem deutschen Markt zurückgezogen. Auch in Thailand, Polen und den Philippinen ist KlickBus nicht mehr aktiv. Auf Nachfrage gibt das Startup an, dies sei Teil der Strategie, das Timing der Märkte zu testen. Künftig werde man sich auf vier Länder fokussieren: Brasilien, Mexiko, Kolumbien und die Türkei. Alle vier würden zu den Top-10 der Bus-Märkte weltweit gehören, so das Unternehmen. Zudem sei man in diesen Ländern Marktführer. In neue Märkte werde man nur expandieren, wenn es dafür eine zusätzliche Finanzierung gebe.

KlickBus hat sich nicht nur aus mehreren Ländern verabschiedet, Rocket scheint auch keinen besonderen Fokus mehr auf das Venture zu legen. Auf der Portfolio-Seite findet sich der Name des Startups nicht. Das habe aber nichts zu bedeuten, so ein Rocket-Sprecher. Das börsennotierte Unternehmen halte weiterhin Prozente an KlickBus. Wie viele will der Inkubator nicht verraten. Auch zeige „unsere Website nur einen Teil des Portfolios, was bei mehr als gebauten 100 Unternehmen eine übersichtliche Darstellung erlaubt“, heißt es von Rocket.

Bild: Getty Images /  Macduff Everton; Mitarbeit: Christina Kyriasoglou