Telekom Cloud TechBoost blik

Philip Eller (Co-Founder), Victoria Hauzeneder (Co-Founder) und Bastian Burger (CEO & Co-Founder) vom Tech-Startup blik sind Teil des TechBoost Startup-Programms der Telekom.

Schnelle Ladezeiten sind Top-Priorität von Kunden

Durchschnittlich 9,3 Sekunden benötigt eine E-Commerce-Seite, um vollständig zu laden. „Habe ich als Kunde einen guten Tag, hole ich mir in der Zeit einen Kaffee“, sagt Felix Gessert, CEO des Hamburger Startups Baqend, das im TechBoost-Startup-Programm der Telekom angedockt hat. „Meist jedoch siegt die Ungeduld. Dann klicke ich genervt weiter.“ Nach drei Sekunden springt laut einer Studie¹ ein Großteil der Webshop-Nutzer ab. Steigt die Wartezeit nur um 100 Millisekunden, dann geht der Umsatz um ein Prozent zurück, hat Amazon herausgefunden². Hinzu kommt, dass bei Google die Ladezeit einer Webseite in das Suchmaschinenranking eingeht.

„Die Entdeckung der Schnelligkeit“ lautet daher das erfolgversprechende Prinzip von Baqend. Die Idee dazu geht auf die Bachelorarbeit von Gessert an der Universität Hamburg zurück, in der er sich gemeinsam mit Florian Bücklers überlegte, wie man Webseiten einen Turbo einbauen könnte. Das Resultat: Baqend nutzt die Infrastruktur des Webs aus Zwischenspeichern, den Caches. Heißt: Das Startup bringt die Daten bei der Verarbeitung einfach näher an den Nutzer. „Im Schnitt wird die Webseite dadurch um 250 Prozent schneller“, so Gessert. Die Seiten bauen sich meist innerhalb von weniger als einer Sekunde auf. Baqends Ziel? Ein Internet ohne Ladezeiten.

Teure Software als Innovationskiller

Baqend ist ein Spin-Off der Datenbankforschungsgruppe der Uni Hamburg, und wäre ohne die Cloud nicht denkbar. Welcher Student oder Absolvent kann sich schon teure Rechnerkapazitäten und Software leisten, ehe er mit seiner Geschäftsidee startet? Häufig wurden in der Vergangenheit daher teure Hard- und Software zu Ideenkillern. „Viele Startups steuern mit wenig Kapital auf eine ungewisse Zukunft zu“, sagt Miriam Mertens, Startup-Expertin der Telekom Deutschland. „Da federt die Cloud das Risiko ganz erheblich ab. Weil sich mit ihr die IT flexibel der Geschäftsentwicklung anpasst.“ Startups nutzen damit IT-Ressourcen, die früher nur finanzstarken Großunternehmen zur Verfügung standen – mit der Cloud mieten sich die Startups ganz einfach ihre Zukunftschancen.

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Cloud überzeugt mit Skalierbarkeit

Über 800 Anwendungen laufen bereits auf der Baqend-Cloud. Das Startup adressiert mit seinem Angebot nicht nur Webshops, sondern auch Online-Plattformen,

Wie die Cloud Startups zum Erfolg verhilft - Felix Gessert (CEO und Co-Founder Bagend)

Felix Gessert, CEO und Co-Founder von Baqend

Marketing-Kampagnen oder mobile Apps. Neben E-Commerce-Anbietern zählen Webagenturen, Publisher und Software-Häuser zu den Kunden. „Für uns ist vor allem die Skalierbarkeit der Cloud und ihre Performance entscheidend“, sagt Gessert. „E-Commerce-Anbieter sind zum Beispiel um die Weihnachtszeit besonders gefragt“. Dann muss das Startup die entsprechenden Rechnerkapazitäten bieten, damit die Web-Angebote immer verfügbar sind und schnell laden. Die hochskalierbare und elastische Infrastruktur lässt den Gründern, gemeinsam mit dem Pay-per-Use-Modell, Luft und Freiraum für das Wachstum. Weil keine Fixkosten anfallen und die Jungunternehmer nur das bezahlen müssen, was sie auch tatsächlich verbraucht haben, verringert sich der Erwartungsdruck.

Konzentration aufs Kerngeschäft

Startups wollen sich auf ihre Kunden und ihr Produkt konzentrieren – und sich nicht um die Installation, den Betrieb und die Wartung eigener Rechensysteme oder Software-Lösungen kümmern. „Dazu hätten wir weder das Know-how noch die Zeit“, sagt Bastian Burger, CEO und Mitgründer des Startups blik, einer Ausgründung der Technischen Universität München. Selbst wenn die Münchner einen Dukatenesel hätten, „würden wir uns keine Server in den Keller stellen, sondern das Geld lieber in unser Kerngeschäft stecken“, ist Burger überzeugt. „Mit der Expertise der Telekom Cloud-Experten wollen wir ohnehin niemals mithalten.“ Gerade deren Sicherheits- und Ausfall-Management liefere blik das notwendige Grundgerüst, um die eigene Geschäftsidee voranzutreiben.

blik bietet mit einer kombinierten Software- und Hardware-Lösung Warenhäusern und Lagern Echtzeitdaten an, mit deren Hilfe sie ihre Prozesse optimieren können. Sogar bei BMW ist blik bereits im Einsatz. blik schafft mit Sensoren mehr Transparenz im Warenhaus. Das sei dringend notwendig, sagt Burger. „Viele Unternehmen wissen erschreckend wenig darüber, was genau vorrätig ist und wo die jeweiligen Produkte liegen.“ Zudem gehe ein Drittel der Arbeitszeit eines Lagermitarbeiters für das Scannen von Barcodes drauf. Die Indoor-Tracking-Lösung des Startups beendet die teure Sucherei und beschleunigt die Abläufe im Lager. „Ohne die Cloud könnten so viele Daten in Echtzeit nicht verarbeitet werden. Die Cloud macht uns flexibler und schneller, weil wir jederzeit Kapazitäten dazu buchen können.“

TechBoost unterstützt Startups

Die Startups Baqend und blik haben sich für das TechBoost-Programm qualifiziert, das die Telekom im Frühjahr dieses Jahres gestartet hat. Sie erhalten damit 100.000 Euro Startguthaben für IT-Ressourcen aus der Open Telekom Cloud, einem OpenStack-basierten Public-Cloud-Angebot aus zertifizierten Rechenzentren in Deutschland. Hinzu kommen Rabatte für Mobilfunk- und Festnetztarife. Wer am Programm teilnimmt, profitiert zudem vom Marketing- und Vertriebsnetz und den Mittelstandskontakten der Telekom.

Startups mit softwarebasiertem Geschäftsmodell und Sitz in Deutschland können sich hier für das Startup-Programm der Telekom bewerben.

 
1) Dyn 2015 Report: Global Consumer Online Shopping Expectations
2) Ladezeiten im E-Commerce: An Millisekunden hängen Millionenumsätze
Artikelbild: Aleksandar Pasaric / Pexels.com