Coachme

Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Bei Coachme (www.coachme.mobi) gibt es E-Ratgeber für’s iPhone. Das sind praktische Hilfen für Arbeit und Privates, Sport und Gesundheit. Alle unsere Ratgeber sind speziell für das Smartphone entwickelt. Somit sind sie immer sehr kompakt und interaktiv. Ich muss zum Beispiel nicht 200 Seiten in einem Buch lesen, wenn ich lernen möchte, wie ich effektiv meine Wohnung entrümple. Stattdessen führt mich der entsprechende Ratgeber in spielerischen Einheiten schnell ans eigentliche Aufräumen. Wissenshappen gibt es direkt dann, wenn es passt.

Wir haben uns vorgenommen, eine breite und qualitativ hochwertige Themenpalette in unserer App anzubieten. So gibt es jetzt schon Ratgeber, die helfen, eine tolle Zeit mit den Kindern zu verbringen, beim richtigen Trinken unterstützen oder gemeinsam mit mir meinen nächsten Umzug organisieren. Wir haben außerdem einfache Yoga- und Fitness-Kurse und eine Meditationshilfe, die sich auch gut für die Mittagspause eignen.

Hinter jedem Erfolg steckt eine Vision. Wie seid Ihr auf Eure Idee gestoßen?

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Bei uns allen daheim findet sich Ratgeberliteratur zu Themen, die uns am Herzen liegen. Diese Bücher kosten viel Geld, verstauben aber meistens im Bücherregal. Die ersten Seiten lesen wir oft noch mit großer Motivation, die dann aber schnell erlahmt. Informieren, verstehen, umsetzen – die wenigsten gelesenen Ratgeber-Themen setzen wir am Ende wirklich um. Das kennen vielen von uns.

Wir haben uns zum Start unserer Arbeit mit Coachme gedacht, dass die Vermittlung und vor allem das Anwenden von Coaching-Inhalten doch mit dem Smartphone deutlich besser gehen muss. Fast jeder hat heute sein Smartphone immer griffbereit, wenn konkret Rat gefragt ist und kann interaktiv beim Umsetzen davon begleitet werden. Wir wollen unseren Kunden so dabei helfen, auch bei schwierigen Themen ihren inneren Schweinehund zu überwinden – und das mit Spaß.

Noch wichtiger als die Idee ist häufig das Team. Wer sind die Gründer, was habt Ihr vorher gemacht und wie habt Ihr zueinander gefunden?

Einer unserer drei Gesellschafter hat im vergangenen Jahr die erste Konzeption von Coachme entwickelt. Er und auch der Dritte im Bund kommen von der WHU und bringen einen starken Background zu Digital, Personal Development und Company Building mit. Ich selber (Martin Kütter) war unter anderem COO von Telefónica Deutschland. Über unser Netzwerk sind dann die anderen Experten aus den Bereichen Coaching, Mobile und Games zu unserem Team dazu gestoßen.

Uns alle eint die Leidenschaft für das Thema Personal Development – jederzeit, überall, egal, ob privat oder im Job. Es macht wahnsinnig Spaß, gute Ratgeber-Ideen in unserem Team und mit renommierten Themen-Experten zu entwickeln und diese dann speziell für den mobilen Nutzungskontext zu implementieren. Zudem bekommen wir schon jetzt von unseren Usern viele coole Ideen und Verbesserungsvorschläge.

Viele Gründungsideen sind nicht gänzlich neu. Was ist Euer USP und was macht Ihr anders als alle anderen?

Es gibt kein direktes Vorbild für Coachme. Über die Monate haben wir natürlich immer wieder im Markt geschaut, ob es etwas Vergleichbares gibt. Stand heute können wir sagen, dass Coachme allein hinsichtlich Themenbreite und dem Interaktivitätsgrad unserer Ratgeber unique ist. Mit den Erfahrungen, die wir schon jetzt bei der Entwicklung von Coachme gesammelt haben, sind wir überzeugt, dass unsere Kunden mit Coachme selbstgesteckte Ziele auch wirklich erreichen. Wir geben immer Unterstützung, erschlagen aber nie mit der Theorie.

Zum Business: Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell? Und wie groß ist das Marktpotenzial?

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Wir arbeiten mit einem einfachen Freemium-Modell: Die App und einige Ratgeber zum Kennenlernen von Coachme sind gratis. Weitere Themen können sich unsere Kunden dann ab 0,89 Cent dazu kaufen.
Wir möchten mit Coachme eine überlegene Alternative zum Coaching-Buch anbieten. Hierfür geben allein die Deutschen im Jahr etwa 1,4 Milliarden Euro aus.

Ideen umzusetzen kostet Geld. Wie finanziert ihr euch?

Durch unseren Gesellschafter-Background können wir uns vollständig aus eigenen Mitteln finanzieren. Aktuell erwägen wir, einen strategischen Investor als Partner für die kommende Wachstumsphase an Bord zu holen, primär, um das Thema Reichweite noch schneller voranzutreiben.

Stellt Euch vor, Ihr könntet ein Lunch gewinnen. Wen würdet ihr aus der deutschen Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

Ein Lunch mit den Gründern von Blinkist wäre bestimmt spannend – da gibt es wahrscheinlich viele Ähnlichkeiten in Vision und Vermarktung, ohne dass wir uns in unseren Produkten überschneiden.

Wo steht Ihr heute in einem Jahr?

Bis dahin werden wir eine große Themenpalette an Ratgebern haben und eine noch breitere Zielgruppe ansprechen. Außerdem wird unsere App dann neben iOS auch für Android verfügbar sein. Und auch der dritte Meilenstein dreht sich um Reichweite: internationaler Roll-out.

Martin Kuetter

Titelbild: Lupo  / pixelio.de, Bild unten: Coachme