Diese zwei Unternehmen sind Vorreiter in Sachen App-Entwicklung - BeMyApp

Neues vom Mobilmarkt: Was Continuum für die Evolution von Apps bedeutet

Kickoff für HP Continuum Accelerator

Im September 2016 launchte HP nicht nur sein Elite X3-Handy, sondern startete auch den Continuum Accelerator, der mit dem DevLab Day in drei europäischen Städten seinen Höhepunkt erreichte. In Berlin, Paris und London kamen jeweils über 50 App-Programmierer zusammen, um Continuum-kompatible Apps zu entwickeln und das Elite X3 einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Und das nicht ohne Grund: Das Elite X3 ist eines der wenigen Mobiltelefone, das Continuum unterstützt und über die Rechenpower eines PCs verfügt. Es eignet sich deswegen besonders gut für die Microsoft Universal-Apps, die sowohl mobil als auch in Desktop-Version genutzt werden können.

Genau das ist auch die Besonderheit der Apps, die beim Accelerator entwickelt wurden: Sie können auf mobilen und Desktop-Geräten abgespielt werden – vorausgesetzt diese unterstützen Continuum und Windows 10. Hierbei sorgt Continuum nicht nur für die jeweils korrekte Skalierung der Oberfläche, sondern lässt App-Entwickler auch zahlreiche individuelle Funktionen passend zum Gerät hinzufügen.

Mit dieser Synchronisationstechnik hat sich Microsoft wieder als ernstzunehmender Player auf dem Mobilmarkt etabliert – denn nur durch sie kann bisher ein und dieselbe App auf mehreren Geräten abgespielt werden.

Zwei Wochen für die Entwicklung

Beim DevLab Day ging es für die Teilnehmer darum, die Features von Continuum kennenzulernen, um ihre Apps im Anschluss anpassen und erweitern zu können. HP-Evangelists und Continuum-Profis begleiteten dieses eintägige Hands-on-Training. Nach dem Workshop hatten die Developer zwei Wochen Zeit für die Entwicklung einer Continuum-kompatiblen Version ihrer Apps.

Insgesamt 94 App-Publisher stellten sich der Herausforderung. 30 legten im Endeffekt eine Windows 10-Continuum-Version ihrer App vor. Pro Austragungsort wurden zwei Gewinner gekürt, die jetzt nicht nur weiterführendes Continuum-Coaching bekommen, sondern auch 5.000 Euro Preisgeld einsammelten. Wer hat es in den Kreis der Sieger geschafft?

Augmented Reality: Intelligenter Brandschutz mit ARE firechief

Das Entwickler-Team des Brandschutzunternehmens hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH ging mit ihrer Windows 10-App ARE firechief an den Start. Mit der App verschaffen sich Rettungskräfte und App-Nutzer auf öffentlichen Plätzen oder in Gebäuden Orientierung. Die Kamera des Smartphones oder Tablets zeigt Nutzern zusätzlich zum realen Bild alle brandschutzrelevanten Details ihrer Umgebung an – daher der Zusatz ARE („Augmented Reality Environment“). Auf diese Weise wird die herkömmliche statische Brandschutzkarte zur intelligenten, dynamischen Lösung.

ARE firechief - Continuum Accelerator - BeMyApp

Die ARE firechief App im Einsatz

Welche Vorteile hat die App mit Continuum?

Überträgt man die App durch Continuum auf einen größeren Bildschirm, tun sich weitere Nutzen auf: Die Continuum-Version der App bietet eine Vielzahl an Extra-Features, die in der Smartphone-Version nicht nutzerfreundlich umsetzbar wären. „Das reine programmieren der App war hier nicht die größte Herausforderung, sondern zu verstehen, was Continuum alles an Möglichkeiten bietet“, so Stefan Truthän, geschäftsführender Gesellschafter bei hhpberlin, über den Continuum Accelerator. „Der Ansatz ist natürlich nicht nur,die App für ein anderes Display zu vergrößern. Es geht darum, mit derselben App Zugriff auf weitere Funktionen und Werkzeuge zu erhalten.“

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hhp-Entwickler demonstrieren die zusätzlichen Continuum-Features im Desktop-Modus

Neue Funktionen dank Continuum

In ARE firechief für Continuum kann man die mobil erfassten Daten bearbeiten und einordnen – und so zu neuen Erkenntnissen für den Brandschutz kommen, die bei der weiteren Planung von Sicherheitskonzepten helfen. „Mit Continuum haben wir die Möglichkeit, unterschiedlichste Nutzerszenarien in einer App zusammenzufassen. Je nachdem welches Gerät man gerade benutzt, passt die App sich an und stellt die Funktionen und Informationen bereit, die der Nutzer in dem Moment braucht und die für sein Gerät Sinn ergeben. Dank Continuum konnten wir das Spektrum unserer App stark erweitern“, fasst Truthän zusammen.

Geräteübergreifend Shoppen mit Zalando

Auch Zalando konnte seine App erfolgreich aufrüsten und sicherte sich so das Preisgeld und weiterführendes Continuum-Training. Wie lief der HP Continuum Accelerator für den Onlineshopping-Riesen?

„Vor allem das Debugging und Testing stellten uns vor Herausforderungen. Zum einen, weil wir Fehler in der App nicht beheben konnten, während das Smartphone mit der Docking Station verbunden war. Zum anderen, weil es bisher keine Testsimulation für Continuum gibt. Diese Schwierigkeiten konnten wir aber überwinden, indem wir die App in Visual Studio bearbeitetet und die Veränderungen durch ein von uns entwickeltes Steuerungs-Tool simuliert haben. Dann ging es hauptsächlich darum, das Design an verschiedene Screen-Größen für Smartphone, Tablet und Laptop anzupassen und dabei trotzdem die Leistungsfähigkeit beizubehalten“, so Ahmed Rashad Mohamed, Software-Entwickler im Windows Team bei Zalando.

Das Ergebnis? Mithilfe von Continuum können Zalando-Shopper nun geräteübergreifend einkaufen. „Wir wollen unseren Kunden das Shopping-Erlebnis, das sie auf dem Desktop oder Tablet bekommen, auch auf dem Handy bieten – mit einem Interface, das für einen größeren Bildschirm gedacht und dementsprechend nutzerfreundlicher ist. Mit Continuum können die Nutzer mühelos vom Handy zu einem anderen Gerät wechseln und ihren Einkauf in derselben App fortsetzen“, so Ahmed Rashad Mohamed über die Vorteile, die die Continuum-Kompatibilität mit sich bringt. „Die App erkennt, welches Gerät benutzt wird und wechselt automatisch in den Touch-optimierten oder Maus-optimierten Modus. So entstehen viel mehr Möglichkeiten, die Zalando-App zu nutzen.“

Der HP Continuum Accelerator wurde von BeMyApp organisiert. Weitere Events für Entwickler gibt es hier.

 

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