CouchCommerce Finanzierung

CouchCommerce: siebenstellige Finanzierung

Schlüsselfertige Mobile-Commerce-Lösungen für kleinere und mittelgroße Onlinehändler – klingt gut? Von ihrem Konzept hat das hannoversche Startup CouchCommerce (www.couchcommerce.com) nun Investoren überzeugt: Im Rahmen seiner ersten „echten“ Finanzierungsrunde erhält das Jungunternehmen insgesamt einen siebenstelligen Betrag, wie nun bekannt gegeben wird.

An der Finanzierungsrunde beteiligte sich neben dem Hannover Beteiligungsfonds (HBF) von Hannover-Impuls auch die Venturepreneurs Organisation, zu der nach eigenen Angaben unter anderem die Gründer von Zanox, Autoscout24 oder Blau.de gehören. Bislang hatte sich das Unternehmen mit dem Preisgeld eines Pitch-Wettbewerbs über Wasser gehalten, wie Gründer und Geschäftsführer Alexander Ringsdorff gegenüber Gründerszene betont, ebenfalls von der Gründer-Gruppe.

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Mit dem neuen Kapital will CouchCommerce, das Module beziehungsweise Plugins für einige gängige Shopsysteme bereit stellt, nun eine attraktivere Zielgruppe angehen und sich so gegen Wettbewerber wie Mobi-Cart, Shopgate, kleinere US-Anbieter oder Movendor aus Hamburg durchsetzen. Parallel zum Ausbau der Software-as-a-Service-Plattform CouchCommerce.com will das Jungunternehmen die Finanzierung nutzen, um einen Open-Source-Entwicklungsstandard für Web-Apps im E-Commerce zu entwickeln. Dieser soll unter CouchCommerce.org veröffentlicht werden und auf AngularJS basieren, der Web-App-Technologie von Google.

Größere Kunden im Fokus

Hintergrund für die Entscheidung sei die Zielsetzung, wie Ringsdorff weiter verrät, zukünftig verstärkt Partnerschaften mit externen Entwicklern und Agenturen einzugehen – und zusammen mit diesen auf Basis des offenen Entwicklungsstandards das Geschäft auf die größeren Marken und Händler auszudehnen, die eine stärkere Individualisierung fordern.

Auch personell wachsen will CouchCommerce in den kommenden Monaten. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 14 Mitarbeiter, zum ersten Quartal 2014 sollen es rund 20 sein. Für die räumliche Expansion hat man derweil einen potenten Partner zur Seite: In Kooperation mit der Ebay-Tochter Paypal, die auch schon hierzulande hilfreich war, wie Ringsdorff erklärt, bereite man gerade den Markteintritt in Italien und Spanien vor.

Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von juhansonin