Bundeswehr Cyber Innovation Hub – Enter die Fregatte

Zwei Welten, eine Schnittstelle

Ganz klar, die Bundeswehr steht nicht unbedingt für lockere Strukturen oder flache Hierarchien, wie man es aus der Startup-Szene gewohnt ist – eher assoziiert man mit ihr einen recht strengen Ton und traditionelle Herangehensweisen. Was viele aber vergessen, wenn sie an die Bundeswehr denken? Sie hat als größter Arbeitgeber Deutschlands, internationales Logistikunternehmen, IT-Dienstleister, Krankenhausbetreiber und Bildungsanbieter in Sachen Kooperation viel zu bieten.

Und: Auch sie konzentriert sich zunehmend darauf, ein digitales Ökosystem zu etablieren – und zwar gemeinsam mit Startups.

Digitales Kommando: Der Cyber Innovation Hub

Um diese Entwicklung voranzutreiben, sucht die Bundeswehr nach innovativen Ideen aus der Gründerwelt: Dafür hat sie vor Kurzem den Cyber Innovation Hub (CIH) ins Leben gerufen. Der Innovation Hub ist Schnittstelle zwischen Startup-Szene und Bundeswehr.

Die treibenden Kräfte hinter dem Cyber Innovation Hub sind selbst in beiden Welten zu Hause: Reserveoffiziere, die als erfolgreiche Seriengründer das innovative Startup-Ökosystem mitgestalten. Das CIH-Team sorgt nun dafür, dass die Bundeswehr den Anschluss an die immer schneller werdende Welt der Startups nicht verliert.

Startup-Pitch im Heli-Hangar an Fregatte Augsburg F213 fährt im Rahmen der Mission Counter Daesh II im Mittelmehr, am 22.09.2016. ©Bundeswehr/Torsten KraatzBord der Fregatte Mecklenburg-Vorpommern

Und diese Mission wird nun direkt gestartet: 20 Startups dürfen beim Kieler Woche Startup Pitch 2017 „Enter die Fregatte“ teilnehmen. Alle interessierten Startups können ihr Pitch-Deck mit Vorschlägen zur Anwendung innerhalb der Bundeswehr bis zum 11. Juni 2017 an den Projektleiter Florian Busch-Janser an florianbuschjanser@bmvg.bund.de schicken.

Ihr habt Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Bundeswehr – und einem Pitch auf einer Fregatte? Dann sendet noch bis zum 11. Juni euer Konzept!

Auf Tuchfühlung mit der Startup-Szene

Was genau sucht die Bundeswehr? „Wir halten diesen Wettbewerb thematisch bewusst offen, um Technologien zu identifizieren, die für Anwendungsfelder außerhalb der Bundeswehr entwickelt wurden und deshalb noch nicht zwingend auf unserem Radar sind“, sagt Marcel Yon, Leiter des Cyber Innovation Hubs und selbst Seriengründer und Fregattenkapitän der Reserve. Ebenso vielfältig wie die Wirkungsfelder der Bundeswehr können auch die Ideen der Startups ausfallen – Hauptsache digital.

Ein erster Prototyp der Idee sollte bereits bestehen, dieser muss aber nicht unbedingt marktreif sein.

Ihr habt die passende Idee? Dann reicht eure Bewerbung hier ein!


„Enter die Fregatte“ – die Eckdaten

  • Am 20. Juni 2017, dem zweiten Tag der Kieler Woche, werden die vielversprechendsten 20 Startups von 14.00 bis 20.00 Uhr auf die Fregatte Mecklenburg-Vorpommern eingeladen.
  • Im Helikopter-Hangar des Flaggschiffs der Kieler Woche können die auserwählten Startups ihre Ideen Entscheidungsträgern und Nutzern aus der Bundeswehr vorstellen, darunter auch dem CIO der Bundeswehr, Klaus-Hardy Mühleck.
  • Voraussetzung: Unternehmen dürfen nicht älter als fünf Jahre sein oder müssen die EU-Kriterien für KMU erfüllen.
  • Hier gibt es mehr Informationen zum Pitch-Event

Wind in den Startup-Segeln

Unternehmen, deren Konzept überzeugt, können kurzfristig einen Auftrag in Höhe von bis zu 200.000 Euro erhalten, um die Technologie im Einsatz zu testen.

Darüber hinaus wird die Bundeswehr von mehreren Acceleratoren und Venture-Capital-Investoren unterstützt, die bei dem Event Ausschau nach interessanten Unternehmen halten. Alexander von Frankenberg, Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds: „Für uns ist es sehr attraktiv, mit der Bundeswehr zu kooperieren. Wir investieren besonders gerne, wenn der Kunde von Anfang an mit an Bord ist – was ja hier im wahrsten Sinne des Wortes der Fall ist.“

Startups können sich noch bis zum 11. Juni 2017 mit ihrer Idee bewerben!

 

Artikelbild: Bundeswehr