Dailypresent-CEO Felix Stäritz

Dailypresent-CEO Felix Stäritz

Dailypresent: „Alle Kosten wurden runtergefahren“

Beim Wiener Startup Dailypresent (www.dailypresent.de) läuft es derzeit alles andere als rund: Einen hohen siebenstelligen Betrag wollte das junge Unternehmen in einer zweiten Finanzierungsrunde einsammeln – doch einer der zwei angedachten Investoren verweigerte schlussendlich die Unterschrift, wie CEO Felix Stäritz gegenüber Gründerszene schildert. Daraufhin sei auch der andere Geldgeber abgesprungen,

Der Deal platzte komplett, genaue Hintergründe will Stäritz jedoch nicht nennen. Die geplante Expansion in die USA und in weitere europäische Länder musste abgeblasen werden.

Diese Woche nun meldete Dailypresent Insolvenz an, von 30 Mitarbeitern sind zusammen mit den vier Gründern nur noch sechs Leute übrig: „Alle Kosten wurden runtergefahren“, so Stäritz.

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Stäritz, der vorher als CEO beim Startup Kochabo tätig war, startete die interaktive Marketingplattform gemeinsam mit Philipp Schoeffmann, Kaweh Kazemi, Fabian Jager und Patrick Ohler.

Über die App von Dailypresent, die im vergangenen Dezember gelauncht wurde, spielen Nutzer ein Quiz, in dem sie Fragen zu einem Produkt oder einer bestimmten Marke beantworten müssen. Als Belohnung gewinnen die Nutzer Produkte dieser Marken. Zu den Kunden zählen nach Angaben des Unternehmens auch Sky, HelloFresh oder MyMuesli.

Erst im Februar konnte das Startup in der Seed-Finanzierungsrunde 850.000 Euro einsammeln. Auch die ImmobilienScout24-Mitgründerin Birgit Ströbel beteiligte sich. In den Monaten darauf bekam Dailypresent bei Zwischenfinanzierungen insgesamt noch mal 450.000 Euro.

Nach der gescheiterten Finanzierungsrunde läuft die Suche nach einem Käufer nun auf Hochtouren. Mitgründer Stäritz ist optimitisch: „Wir haben bereits mit mehreren potenziellen Strategen gesprochen und sind guter Dinge.“

Bild: Dailypresent