snapaddy_datenqualitaet_telekom_techboost

Futter fürs CRM-System dank selbstlernender Algorithmen, die Adressdaten aus Online-Texten herausfiltern – und besseres Marketing dank künstlicher Intelligenz.

Aktuell, präzise, aussagekräftig: Kundenmanagementsysteme sollten idealerweise Informationen zu bestehenden und potenziellen Kunden bereitstellen. Damit unterstützen sie Marketing und Vertrieb – doch jedes System ist nur so gut wie die Daten, auf die es zurückgreifen kann. Offenbar haben leider viele Unternehmen genau damit zu kämpfen. So gehen fast alle (91 %) davon aus, dass die Daten ihrer Kunden oder Interessenten mindestens teilweise fehlerhaft sind. Das ergab eine Umfrage des Marketing-Experten Experian zum Thema Datenqualität und -management.

Häufigste Datenfehler sind demnach veraltete (63 %), unvollständige (62 %) oder doppelte (53 %) Datensätze – oder schlichtweg Tippfehler (32 %), die beim Übertragen oder Eingeben der Daten entstehen. „Die alte Leier – nahezu jedes Unternehmen leidet unter solchen Problemen. Das kenne ich aus eigener Erfahrung als Vertriebler“, sagt Jochen Seelig, CEO und Gründer von snapADDY. Mit seinem Startup will er dazu beitragen, die Datenqualität in CRM-Systemen mithilfe künstlicher Intelligenz zu verbessern.

Add-on mit künstlicher Intelligenz

JochenSeelig_snapaddy

Mit IT-Ressourcen der Telekom auf Erfolgskurs: Jochen Seelig, CEO und Gründer von snapADDY.

Dabei setzt das Würzburger Startup auf Automatisierung: snapADDY ist ein CRM-Add-on, das Adressdaten unterschiedlicher Quellen automatisch erfasst, mit den Daten im CRM-System abgleicht, Dubletten eliminiert, Karteileichen löscht und veraltete Daten aktualisiert. Dabei lernt der Algorithmus stetig dazu. Zum Beispiel, woran er aus Quellen wie unterschiedlich formatierten E-Mail-Signaturen, Social-Media-Profilen oder dem Impressum einer Website zuverlässig Kontaktinformationen erkennt und an der richtigen Stelle im CRM-System einträgt. „Im Zentrum steht dabei unser sogenannter Adress-Parser, der Adressdaten in völlig unstrukturierten Texten automatisch erkennt und ins System überträgt“, sagt Seelig. Eine Lösung, die auf reges Interesse stößt. Erst 2015 gestartet, verzeichnet snapADDY nach eigenen Angaben bereits mehr als 500 Unternehmenskunden.

Rückenwind durch TechBoost

Gut möglich, dass sich diese Zahl in naher Zukunft noch vergrößert, denn seit Kurzem hat snapADDY die Telekom und ihr Startup-Programm TechBoost an seiner Seite. snapADDY erhält seither im Rahmen der TechBoost-Partnerschaft die Chance, die eigene Lösung vor mittelständischen Unternehmenskunden der Telekom zu präsentieren und sich damit am Markt noch schneller zu etablieren.

Jetzt beim Telekom TechBoost-Programm bewerben und IT-Ressourcen, Vertriebs- und Marketing-Support sichern!

„snapADDY bietet eine Lösung, die das Potenzial hat, das Business vieler unserer Geschäftskunden deutlich zu verbessern“, sagt Miriam Mertens. „Deshalb haben wir das Startup in unser TechBoost-Programm aufgenommen.“ Außerdem hat snapADDY jetzt Zugriff auf Rechen- und Speicherresourcen aus der Open Telekom Cloud – dem Public-Cloud-Angebot der Telekom. Denn Startups, die sich für TechBoost qualifizieren, erhalten 100.000 Euro Guthaben für IT-Kapazitäten aus der Open Telekom Cloud. „Ideal für uns“, sagt Seelig, „denn damit können wir neue Ideen jederzeit spontan und ohne Budgetengpässe testen. Das beschleunigt unsere Weiterentwicklung enorm und gibt uns Investitions- sowie Planungssicherheit für die Zukunft.“

 

Bilder: snapADDY