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Die Zeichen für einen Börsengang bei dem Berliner Lieferdienst-Vermittler Delivery Hero verdichten sich. Die Gerüchte gibt es bereits seit etwa zwei Jahren, vergangenen Herbst stellte das Unternehmen dann eine Sprecherin für Investor Relations ein und am Dienstag gab es die erste offizielle Presse-Telefonkonferenz zu den Umsatzzahlen des Unternehmens.

CEO Niklas Östberg sagte zu den Journalisten, ein Börsengang sei weiterhin „eine Option“, um an Kapital zu gelangen. Man sei bereit, jederzeit an die Börse zu gehen, wenn man glaube, dass der richtige Zeitpunkt gekommen sei.

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Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf Insider beruft, soll dieser Zeitpunkt bereits Mitte Juni sein. Da wolle sich Delivery Hero in Frankfurt listen lassen, vier Wochen später solle der Handel starten. Das Ziel des Lieferdienst-Vermittlers sei es, eine Unternehmensbewertung von etwa vier Milliarden Euro zu realisieren.

Die letzte öffentliche Bewertung wurde Anfang Mai bekannt gegeben, als der südafrikanische Medienkonzern Naspers 387 Millionen Euro in Delivery Hero investiert hatte: Sie lag bei etwa 3,5 Milliarden Euro post-money. 

Laut Reuters begleiten die Investmentbanken Goldman Sachs, Morgan Stanley und Citi den IPO. Das deckt sich mit Medienberichten, die es bereits Anfang 2016 gab.

Delivery Hero wurde 2011 in Berlin gegründet und beschäftigt heute mehr als 5.000 Mitarbeiter in etwa 40 Ländern. Vergangenes Jahr setzte die Lieferdienst-Plattform 300 Millionen Euro um. Am Dienstag verkündete Delivery Hero dann eine starke Umsatzsteigerung im ersten Quartal dieses Jahres: auf 121 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz noch bei 63 Millionen Euro.

Bild: Dean Belcher