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Das Management-Team von MyLorry: Max von Waldenfels, CEO (l.), und Benjamin Pochhammer, COO

Das Berliner Startup MyLorry konzentriert sich zukünftig auf seinen 2014 gelaunchten Lieferdienst Food Express. Gestartet war das Unternehmen im Jahr 2013 eigentlich mit einem Kurierservice, der lokale Sofortlieferungen aller Arten möglich machen sollte. Dieser Dienst wird nun eingestellt. Vorhergegangen war ein Investment von Delivery Hero Ende März, bei welchem der Lieferdienstvermittler für einen zweistelligen Millionenbetrag 16 Prozent an dem Startup übernahm.

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Das Ungewöhnliche an Food Express: Der Dienst richtet sich an Restaurants, die keinen eigenen Lieferdienst unterhalten, aber dennoch ihre Gerichte an Kunden ausliefern möchten. Nach Angaben des Unternehmens nehmen mittlerweile 500 Restaurants in sechs deutschen Städten den Service in Anspruch. „In den letzten Monaten wurden die Potenziale in dem Markt der Essenauslieferungen immer deutlicher. Die Entwicklung hat uns darin bestärkt, nun mehr unseren gesamten Fokus auf Food Express zu legen“, begründet Geschäftsführer Max von Waldenfels den Schritt.

Bereits vor dem Investment arbeiteten Delivery Hero und MyLorry zusammen. Gegründet wurde das Startup von Benjamin PochhammerToni Kappesz und von Waldenfels. Im Startjahr 2013 hatte MyLorry zudem den Microsoft-Ventures-Accelerator durchlaufen.

Für Delivery Hero, das seinen Börsengang bereits plant, war das MyLorry-Investment eines von vielen in den vergangenen Monaten. Neben der Übernahme des Konkurrenten Pizza.de im vergangenen August kaufte das Berliner Unternehmen das uruguayische Unternehmen PedidosYadas Restaurantsoftware-Startup 9Cookies und zwei osteuropäische Wettbewerber.

Bild: MyLorry