Wie wird man ein Global Leader, Niklas Östberg?

Es sind beeindruckende Zahlen, die Delivery Hero mittlerweile vorweisen kann: In 14 Ländern ist der Lieferdienstvermittler vertreten, 1.000 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, derzeit gibt es ein Umsatzwachstum von 100 Prozent, eine Bestellung fertigt man pro Sekunde ab. „Seitdem ich diese Folie gezeigt habe, hatten wir bereits 24 Bestellungen“, verkündete Mitgründer und CEO Niklas Östberg bei seiner Präsentation auf der Heureka-Konferenz. Wie Delivery Hero zu dieser globalen Größe wurde? Östberg erklärte in 15 Minuten und fünf Punkten, wie das gelang.

1. Das richtige Vertical wählen

Delivery Hero habe sich für den Food-Markt entschieden, weil dieser riesig sei – und, wie Östberg hinzufügte, „Menschen nicht aufhören zu essen“. Dazu kämen zwei Ziele. Erstens: „Wir wollen den Leuten zu mehr Freizeit verhelfen.“ Zweitens: „Wir wollen das Business von offline zu online transformieren.“ In zehn Jahren solle sich niemand mehr daran erinnern können, wie es war, Essen über das Telefon zu bestellen.

2. KPIs an erster Stelle

Eine Erfolgsgarantie für Delivery Hero sei, so Östberg, die KPI-Orientierung seines Unternehmens. „Man muss wirklich verstehen, was das Geschäftsmodell vorantreibt. Indem man die KPIs festlegt, legt man fest, was das Unternehmen erfolgreich macht, wo man Umsatz macht und wo nicht”, war sich Östberg sicher. „Du wirst, was du misst.“

3. Die Wachstumsstrategie

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Im Falle von Delivery Hero sei das Wachstum nicht durch den Zukauf von Unternehmen gelungen, sondern durch fortlaufende Verbesserungen. „Wir haben 80 Prozent selber gebaut und nur 20 Prozent zugekauft“, verkündete Östberg stolz. „Wir kaufen nur zu, wenn es einen großen zusätzlichen Wert für das Unternehmen hat.“ Zudem setze er auf lokale, unternehmerisch denkende Teams. Auch wolle man Mitarbeitern die Möglichkeit geben, im Unternehmen durch Leistung aufzusteigen, da das Unternehmen von motivierten Mitarbeitern profitiere.

4. Marktführerschaft durch Innovation

„Du kannst kein Marktführer sein, wenn du nicht innovativ bist”, sagte Östberg. Dabei müssten aber nicht nur das Produkt und die Technologie innoativ sein, sondern auch die Art, an diese heranzugehen. Eine neue Innovation aus dem Hause Delivery Hero teasert Östberg bei der Präsentation kurz an: Chronos. Was sich dahinter verbirgt, das wollte Östberg nicht verraten. Nur soviel: Es soll „Bestellungen noch einfacher machen“.

5. Die Geheimzutat: gute Leute

Klare Ansage: „Unsere Geheimzutat sind großartige Leute! Man kann nur ein gutes Business aufbauen, indem man genauso gute Leute einstellt, die Spaß an der Arbeit haben und bereit sind, die extra mile zu gehen.“ All das müsse mit einer gesunden Firmenkultur einhergehen, so Östberg.

Bild: Michael Berger / Gründerszene