Durchstarten mit dem Deutsche Bahn Accelerator - Deutsche Bahn

Schneller Antrieb für Tech-Startups

Die Deutsche Bahn macht nicht nur mobil, sondern beschleunigt auch die Entwicklung technologischer Innovationen: Mit dem DB Accelerator ermöglicht sie Startups seit gut einem Jahr eine schnelle Umsetzung ihrer digitalen Lösungen und Geschäftsmodelle. Durch neue Impulse und Digitalisierungsideen von außen will die Deutsche Bahn Bereiche wie Bahnbetrieb, Schienennetz, Logistikprozesse und Mobilitätskette effizienter, flexibler und zuverlässiger gestalten.

Da Neues am besten durch externe Inspirationen entsteht, zählt die Deutsche Bahn erneut auf die Macher-Mentalität und den Einfallsreichtum von Startups: Bereits zum vierten Mal ruft sie Gründer-Teams dazu auf, sich für den DB Accelerator zu bewerben. Wer wird gesucht?

Im Mittelpunkt von Batch #4: Hardware, Software, Data und Tech

Für diese Runde hält die Deutsche Bahn vor allem Ausschau nach Startups mit smarten, datengetriebenen Technologiesystemen, die durch eine Kombination aus Hardware und Software punkten. Dies könnten zum Beispiel Fahrstühle mit integriertem Benachrichtigungssystem sein, welches den Bahnkunden im Falle eines Ausfalls anzeigt, wo sich der nächste funktionstüchtige Fahrstuhl befindet. Die Teams haben im Accelerator exklusiv die Möglichkeit, ihre Prototypen im System der Deutschen Bahn direkt zu testen und zu validieren.

Mögliche Ansätze wären:

  • Sensor Technology
  • Predictive Maintenance
  • Smart (Connected) Infrastructure
  • Autonomous Systems
  • Logistics Engineering
  • Predictive Scheduling
  • Smart Grid
  • Cognitive Vision
  • Big Data Analysis
  • Noise Mitigation

Durch den gemeinsamen Auf- und Ausbau einer produktiven und digitalen Innovationskultur im Accelerator-Programm will die Deutsche Bahn noch schneller auf Veränderungen des Marktes, der Produkte und der Kundenanforderungen reagieren.

Nach dem Abschluss des Programms geht es für viele der Startups weiter. Bestes Beispiel? Die Kooperation zwischen der Deutschen Bahn und KONUX, die auch über den Accelerator hinaus äußerst erfolgreich ist.

Infrastruktur 4.0 – Wie Konux die Schienen digitalisiert

KONUX schaffte es im Sommer 2015 in den ersten Batch des DB Accelerators. Das Team entwickelt intelligente Sensorsysteme und Analysemethoden für Industrieunternehmen, die auf künstlicher Intelligenz basieren. Das ermöglicht ihnen, datengetriebener vorzugehen und dadurch Wartungskosten drastisch zu reduzieren. Die Sensorlösungen liefern Unternehmen zum Beispiel Echtzeitinformationen über den Zustand ihrer Maschinen – die Deutsche Bahn kann so etwa Weichenstörungen schneller erkennen. Das optimiert nicht nur die Instandhaltung ihres Schienennetzes, sondern erhöht gleichzeitig auch die Pünktlichkeit der Züge.

„Erst durch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn wurde uns klar, dass Hardware allein nicht den ultimativen Kundenmehrwert bringt – sondern eine A.I.-basierte Analyse und Interpretation der Sensordaten in Kombination mit Daten von anderen Systemen und Prozessen“, so CEO Andreas Kunze. „Während des Accelerators profitierten wir vor allem von der Unterstützung des mindbox-Teams bei der Anwendungssuche für unsere Lösung. Die Experten standen uns bei allen Herausforderungen mit Rat und Tat zur Seite. Aber auch der gute Zugang zum Top-Management der Bahn sowie die zahlreichen Intros an andere Kunden aus dem Bahnumfeld beschleunigten unsere Produkt- und Geschäftsentwicklung enorm.“ Der Support ging so weit, dass die Deutsche Bahn das gemeinsame Potenzial im Gespräch mit den VCs von KONUX validieren ließ. Bislang konnte das Startup 9,5 Millionen US-Dollar einsammeln.

KONUX CeBIT
Andreas Kunze mit Martin Kaloudis (CIO Infrastruktur der Deutschen Bahn) auf der CeBIT 2016

Die Bahn ist nun einer der größten Kunden des Münchener Startups. Im nächsten Jahr soll das gesamte Hochgeschwindigkeitsnetz mit der KONUX-Technologie ausgestattet werden. „Die mindbox birgt wirklich große Chancen. Teilnehmer sollten drei Monate lang Vollgas geben und sich einfach auf alles einlassen. Denn es kann etwas sehr Großes entstehen“, sagt Kunze.

Prototyping & Testing: Was Startups im DB Accelerator erwartet

Mit dem Einzug in den DB Accelerator ziehen Startups wortwörtlich auch in den Coworking-Space mindbox an der Jannowitzbrücke in Berlin ein. Hier können die Teams drei Monate lang mit dem Support der Deutschen Bahn ihre Produkte weiterentwickeln und erste Prototypen testen. Dafür erhalten sie nicht nur Zugriff auf die Datenwelt der Bahn, sondern bekommen auch hauseigene Mentoren und externe Experten zur Seite gestellt. Auch Startup-Kenner und Top-Manager der Deutschen Bahn werden die Gründer vor Ort mit ihrem Know-how unterstützen. Am Ende der drei Monate wird ein getesteter und validierter Prototyp beim Demo Day präsentiert.

Um das Business Development der jungen Unternehmen zu beschleunigen, bietet die Deutsche Bahn ihnen Zugang zu ihrem riesigen Geschäftsnetzwerk. Das verschafft den Gründern eine Menge neuer Kontakte – und damit Zugang zu wichtigen Märkten. Mit 25.000 Euro Preisgeld wird den Startups zudem finanziell unter die Arme gegriffen.

Jetzt Platz reservieren und für Batch #4 bewerben!

Startups können sich bis zum 21. August 2016 für die vierte Runde des DB Accelerators bewerben. Die Finalisten pitchen am 13. September beim offiziellen Pitch Event um den Einzug in die mindbox. Los geht das Programm dann am 14. Oktober.

Alle Informationen zum mindbox-Programm sowie die Möglichkeit zur Bewerbung gibt es unter www.mindboxberlin.com!

 

 

Die DB mindbox: Eine Digitalisierungsinitiative der Deutschen Bahn

Die DB mindbox ist Kreativlabor, Coworking-Space und Digitalisierungsdrehscheibe zugleich: In den 700 Quadratmeter großen Räumlichkeiten an der Jannowitzbrücke in Berlin arbeiten innovationsfreudige und operative Fachbereiche der DB gemeinsam mit Startups an neuen und vornehmlich digitalen Ideen, die schnell praktische Anwendung finden. Neben dem Accelerator finden mehrere Male im Jahr auch Hackathons und Challenges in der mindbox statt.

 

Artikelbild: Deutsche Bahn
Bild Konux: Konux