Deutsche Bahn Accelerator Beyond1435

Tausende Kilometer Schienennetz, hunderte Brücken und Tunnel, zig involvierte Fachexperten und Ingenieure, Datensätze so weit das Auge reicht – und ein einziges Endergebnis. Die Dimensionen von Großprojekten der DB, wie zum Beispiel der Ausbau der Strecke VDE 8 (Berlin – München), nehmen kaum vorstellbare Ausmaße an. Von der Entwurfsplanung über die Datenvisualisierung bis hin zum Bauen an sich beinhalten Bauprojekte dieser Art etliche Schritte, die über Jahre hinweg organisiert und ausgeführt werden müssen.

Die Digitalisierung bietet hier ein enormes Potenzial, um das Planen und Bauen effizienter zu gestalten. Welche Software und auch Hardware verbessert also das Großprojekt-Management? Wie kann man in Zukunft Bauprojekte wie Stuttgart 21 oder die Strecke VDE 8 besser angehen? Und wie kann die gesamte Planung und Steuerung des Infrastrukturbaus generell effizienter, vernetzter und smarter von statten gehen?

„New Era of Construction Tech“: Der nächste Batch des Deutsche Bahn Accelerators Beyond1435 geht an den Start

Für all diese Fragestellungen sucht der Deutsche Bahn Accelerator Beyond1435, der sich im aktuellen Batch dem Thema „New Era of Construction Tech“ verschrieben hat, innovative Startup-Entwicklungen. 


Ihr habe eine Lösung, die große Bauvorhaben optimiert?
Bewerbt euch noch bis zum 20. August 2017 bei Beyond1435! 


Aus allen eingegangenen Bewerbungen wählt die Deutsche Bahn zehn Finalisten aus, die ihre Idee vor einer hochkarätigen Jury pitchen. Das Pitch-Event findet am 13. September statt. Startschuss für den Accelerator ist der 16. Oktober. Ende Januar 2018 präsentieren alle Teilnehmer dann ihre getesteten Lösungen bei einem Demo Day, auf dem Konzern- und Branchenvertreter anwesend sind.

Bewerben können sich Startups, die drei Monate Zeit mitbringen und gemeinsam mit der Deutschen Bahn einen Prototyp in Berlin entwickeln wollen. Die Teams sollten mindestens ein MVP oder sogar schon einen Prototyp entwickelt haben. Later-Stage-Startups sind ebenfalls willkommen. Die Deutsche Bahn nimmt keine Anteile.

Was die Startups im Accelerator erwartet

  • 3 Monate Accelerator-Programm
  • 25.000 Euro Anschubfinanzierung ohne Anteile
  • Arbeitsplatz im Coworking-Space DB mindbox in Berlin
  • Zugang zu Datensätzen und Schienen-Infrastruktur für Live Tests von Prototypen
  • Startup Manager für die Betreuung
  • Interne und externe Coaches
  • Starke Vernetzungseffekte im Konzern während und nach dem Programm
  • Kooperation mit dem betahaus

Welche Startups sucht die Deutsche Bahn für diesen Batch?

Vorstellbar sind sämtliche Startup-Innovationen, die das Großprojekt-Management von der Planung bis zur Ausführung auf das nächste Level heben: Von Big Data und künstlicher Intelligenz über Augmented und Virtual Reality bis hin zu Drohnen und Sensorik. Die einzelnen Lösungen könnten dabei in diesen Kernbereichen Anwendung finden:

Dokumenten-Management
Große Projekte bedeuten immer auch: viel Zettelwirtschaft. Damit sowohl analoge als auch digitale Dokumente auf dem neusten Stand, an der richtigen Stelle und mit den passenden Informationen vorliegen, sucht die Deutsche Bahn nach Innovationen, die das Dokumenten-Management effizienter gestalten.

Workflow-Management
Ebenfalls willkommen sind Ansätze, die Workflows optimieren. Welche Schnittstellen braucht es, damit Prozesse effizienter ablaufen? Welche Technologien helfen hier? Wie können zum Beispiel Vergabe- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden?

Kollaboratives Arbeiten
Bei großen Bauprojekten arbeiten viele Bereiche zusammen. Bei den zahlreichen anfallenden Tasks müssen unterschiedliche Bereiche gemeinsam an Dokumenten arbeiten können: Die Bahn sucht daher weitere Lösungen für kollaboratives Arbeiten, die sowohl für interne als auch für externe Parteien zugänglich sind. Das Ziel ist die Beschleunigung von Planung, Abstimmung und Entscheidungsfindung für die termingerechte Fertigstellung von Projekten.


Eure Innovation digitalisiert große Bauprojekte?
Dann hier entlang zur Bewerbung bei Beyond1435!


Vorhersage von Projektkosten und -zeiten
Um die Grundlagen für die Planung eines Bauvorhabens zu ermitteln und realistisch abschätzen zu können, wieviel es kosten und wie lange es dauern wird, bedarf es neuer digitaler Ansätze. So wäre das Heranziehen historischer Daten hilfreich, doch diese liegen meist an vielen verschiedenen Stellen. Welche Technologien und Ansätze können hier Informationen finden, bündeln und intelligent aufbereiten?

Feststellung und Vorhersage des Projektfortschritts
Damit man mit Projekten nicht in Verzug kommt, müssen die Fortschritte stetig kontrolliert und mit der ursprünglichen Planung abgeglichen werden. Drohnen, die Prozesse überwachen und 3D-Modelle erstellen oder Szenario-Analysen („Wenn X, dann Y“) würden der Deutschen Bahn dabei helfen, die Entwicklung von Großbaustellen in Echtzeit zu erfassen und rechtzeitig nötige Anpassungen vorzunehmen.

Deutsche Bahn AcceleratorEine Drohne im Baueinsatz am Fehmarnbelt

Intuitive Planning (Engineering Drawing)
Mit Hilfe der Bauwerksdatenmodellierung (Building Information Modeling/BIM) planen die Bahn-Ingenieure zukünftig Infrastrukturprojekte wie Eisenbahnbrücken oder Tunnel. Das Bauwerk mit allen relevanten Informationen wird erst digital modelliert und dann real gebaut. Auch hier sind immer mehrere Parteien involviert. Die Bahn sucht hier nach integrierbaren Modulen, die Schnittstellen bedienen und dadurch den Projektablauf verbessern.

Deutsche Bahn Accelerator BIMBIM-Modell Fehmarnsund

Visualisierung von Daten
Wünschenswert wäre hier zum Beispiel Software, die für die Vorplanung benötigte Datensätze automatisiert aus den jeweiligen Systemen herausfiltert, übereinanderlegt und visuell aufbereitet. Denkbar wäre dies in Form einer interaktiven Karte, auf welcher man sieht, wo es Gutachten zu Böden, Grundstückverhältnissen, Topographie, bedrohten Tierarten oder Schneelastzonen etc. gibt. Solche Infos helfen ungemein bei der Zeit- und Kostenplanung.

Öffentlichkeitsbeteiligung und Kommunikation
Damit die Öffentlichkeit nicht erst während der Ausführung eines Bauprojektes davon erfährt, will die Deutsche Bahn ihre Kommunikation verändern. Wie kommuniziert man Entscheidungen für bestimmte Bauvorhaben und ihre Fortschritte? Wie bindet man betroffene Akteure in die Planung mit ein, gegebenenfalls durch eine Kommunikationsplattform oder Gamification-Lösungen?


„New Era of Construction Tech“
Bewerbt euch noch bis zum 20. August 2017 bei Beyond1435!


 

Übrigens: Startups mit digitalen Geschäftsmodellen aus dem Bereich Smart Mobility & Logistics sind beim Beyond1435 Mobility- und Logistik-Batch, den die Deutsche Bahn gemeinsam mit Plug and Play ausrichtet, genau richtig.
Bewerbt euch unter: http://beyond1435.com/

 

Bilder: Deutsche Bahn