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Taxiverbände planen weltweite Protestaktion

Schon der Limousinen-Service UberBlack hatte deutsche Taxifahrer verärgert, doch die neuen Mitfahrer-Angebote UberPop und Wundercar, die private Fahrer (das heißt ohne Personenbeförderungsschein) an Fahrgäste vermitteln, sorgen jetzt für zusätzlichen Ärger: Deutschlands Taxifahrer sehen ihr Geschäftsmodell bedroht und planen deswegen eine landesweite Demonstration gegen UberPop und Wundercar.

„Am 11. Juni wird es einen Aktionstag der Taxiverbände in Berlin geben“, kündigte Thomas Grätz, Geschäftsführer des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands in der Wirtschaftswoche an. Gegenüber Gründerszene erklärte Grätz: „Wir demonstrieren gegen UberPop und anderen Firmen wie Wundercar, die offensichtlich das Gesetz verletzen und auch noch dazu stehen.“ Fahrer von UberPop und Wundercar seien nicht ausreichend versichert, so Grätz, und stellten deswegen eine „immense Gefahr“ für die Fahrgäste dar.

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Laut dem Berliner Taxiunternehmer Richard Leipold, der vor wenigen Wochen eine einstweilige Verfügung gegen den Limousinen-Service UberBlack erwirkt hatte, planen die Berliner Taxifahrer für den Aktionstag eine Sternfahrt in der Hauptstadt. Weitere Details zum Protesttag will der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband heute Nachmittag in einer Sitzung besprechen.

Neben dem Protesttag bereitet der Deutsche Taxiverband nun eine Klage gegen UberPop und Wundercar vor. Außerdem soll es bald einen weltweiten Protesttag geben, an dem der deutsche Taxiverband gemeinsam mit Verbänden aus Paris, Mailand, Lissabon und Sao Paulo demonstrieren will.

G Tipp – Lesenswert bei Gründerszene Interview: Wundercar macht private Autofahrer gegen Trinkgeld zu Chauffeuren.

UberPop und Wundercar werben damit, dass Fahrgäste für ihren Service deutlich weniger zahlen als für eine Taxifahrt und dabei neue Leute kennenlernen. Vorbild für das Modell ist das US-Startup Lyft, das besonders in San Francisco sehr beliebt ist.

Bild: © panthermedia.net / thesupe87