Startups in Zahlen: Der Deutsche Startup Monitor 2016 - KPMG

Das deutsche Startup-Ökosystem unter der Lupe

Das deutsche Startup-Ökosystem floriert und wächst stetig – aber wie steht es im Detail um Wachstumsraten, Seriengründungen oder Kapitalaufnahme? Die Initiative Deutscher Startup Monitor (DSM) hat es sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung deutscher Startups darzustellen und somit für mehr Transparenz zu sorgen.

Das vierte Mal nun hat der DSM Deutschlands Startup-Szene befragt und die Ergebnisse in einer Studie zusammengefasst. Insgesamt wurden in diesem Jahr 1.224 Datensätze ausgewertet. Auf Basis der Daten werden das Potenzial und die Bedeutung von Startups in Deutschland bestimmt – so können auch Handlungsempfehlungen für die Politik aufgezeigt werden.

Wie definiert der DSM ein Startup? Die teilnehmenden Startups sind jünger als zehn Jahre. Sie sind mit ihrem Geschäftsmodell oder ihrer Technologie hoch innovativ und haben ein signifikantes Mitarbeiter- und/oder Umsatzwachstum.

Gestern stellten KPMG, der Bundesverband Deutsche Startups e. V. und die Universität Essen die Untersuchung vor. Im Folgenden ein paar interessante Resultate im Überblick:

8 Fakten aus dem DSM 2016

1. Der Anteil der Startup-Gründerinnen steigt weiter auf 13,9 %. Die meisten weiblichen Geschäftsführer gibt es im Norden Deutschlands.

2. Über 80 % der DSM-Startups planen eine (weitere) Internationalisierung. Die größten Hürden dabei sind Differenzen in Gesetzgebung und Regulierung sowie im Steuersystem.

3. Internationale Belegschaft: 30 % der Mitarbeiter deutscher Startups stammen aus dem Ausland – in Berlin sind es sogar 42 %. Jeder zehnte Gründer eines deutschen Startups stammt aus dem Ausland.

4. Die DSM-Startups 2016 schaffen im Durchschnitt 14,3 Arbeitsplätze (inklusive Gründer) – planen aber auch dieses Jahr konservativer was Neueinstellungen betrifft. Die Zahl geplanter Neueinstellungen ist von acht auf sieben Mitarbeiter gesunken.

Startups in Zahlen: Der Deutsche Startup Monitor 2016 - KPMG

Die ausführliche Studie ist hier abrufbar.

5. Flache Hierarchien dominieren: 33,9 % der Startups verfügen über nur eine Hierarchieebene und 95,3 % haben maximal drei Hierarchieebenen.

6. 70 % der Startups kooperieren mit etablierten Unternehmen und suchen dabei insbesondere den Kunden- und Marktzugang sowie Reputation und Expertise.

7. Zwei von drei Gründern unterstützen gesellschaftliches Engagement und über die Hälfte legt Wert auf eine ökologisch-nachhaltige Entwicklung ihres Startups.

8. Die DSM-Startups sammelten bislang über 1,1 Milliarden Euro externes Kapital ein. Ihr Kapitalbedarf in den kommenden zwölf Monaten beläuft sich auf ca. 1,3 Milliarden Euro.

Fun facts: Was ist typisch für deutsche Startups?

  • 94,6 % sagen, es sei der sportlich-legere Dresscode, der es Mitarbeitern erlaubt, auch im Hoodie zur Arbeit zu kommen.
  • Knapp ein Viertel der Startups (24,1 %) hat einen Kickertisch im Büro.
  • 16,6 % der Unternehmen können nicht mehr auf Club Mate als Koffeinlieferant verzichten.
  • Jedes zehnte Startup hat eine Feel-Good-Oma, die den Büroalltag versüßt.

Begeisterung für Entrepreneurship – KPMG ist dabei

Der Deutsche Startup Monitor zielt darauf ab, Interesse und Begeisterung für Entrepreneurship in Gesellschaft und Politik zu fördern. Genau dieses Ziel verfolgt auch sein Herausgeber und offizieller Partner KPMG. Als eine der führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen hat KPMG den Anspruch, die komplexe Unternehmenswelt verständlicher zu machen. Um dies zu bewerkstelligen, verbindet KPMG Kundenwünsche und Marktmöglichkeiten miteinander und entwickelt auf dieser Grundlage nachhaltige Lösungen.

KPMG steht angehenden Gründern oder Startups bei wirtschaftlichen Fragen zur Seite und bietet umfassende Beratung.

 

 

Artikelbild: bossfight.co
Bild im Text: KPMG