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Da waren’s nur noch vier: Jochen Schweizer (nicht auf dem Bild) wird 2017 nicht mehr bei DHDL dabei sein

Eigentlich müsste in der „Höhle der Löwen“ gerade höchste Zufriedenheit herrschen: Seit der gestrigen finalen Sendung ist klar, dass die dritte Staffel als erfolgreichste Vox-Eigenproduktion in die Geschichte des Senders eingehen wird. Sie schaffte bis zu 16,4 Prozent Marktanteil, fast dreieinhalb Millionen Menschen guckten zeitweise zu.

Update, 19.15 Uhr: Gegenüber Gründerszene äußert sich nun Frank Thelen zum vermeintlichen „Löwen“-Zoff: „Wir sind nicht zerstritten“, betont Thelen. Seine Kritik beziehe sich nur auf die „Art und Weise, wie [Jochen Schweizer] ausgestiegen ist“ – die sei „einfach nicht ideal“ gewesen, „vor allem für seine Startups“.

Doch die Stimmung unter den Investoren scheint gerade alles andere als gut zu sein: Wie die Bild-Zeitung aktuell berichtet, soll insbesondere das Verhältnis zwischen Eventunternehmer Jochen Schweizer und dem Rest der Juroren zerrüttet sein. Schweizer hatte gestern nur wenige Stunden vor Ausstrahlung des Staffelfinales seinen Ausstieg bekannt gegeben.

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Als Grund für seinen Verzicht auf die geplante vierte Staffel hatte er angegeben, sich auf seine Event-Arena in München konzentrieren zu wollen. Die soll im kommenden Frühjahr eröffnet werden. Laut Bild waren aber andere Gründe ausschlaggebend: So soll Schweizer mit der Performance seiner Investments unzufrieden gewesen sein; außerdem habe er vorgehabt, in der nächsten Staffel auch externes Geld als Investment nutzen zu wollen – das hätten die anderen „Löwen“, die aus ihrem eigenen Vermögen investieren, abgelehnt; und schließlich sei Schweizer die Beliebtheit des zur aktuellen Staffel hinzugestoßenen Investors Ralf Dümmel sauer aufgestoßen.

Auf Anfrage der Zeitung stritt Schweizer ab, mit seinen Investments aus der Sendung nicht zufrieden zu sein. Er verlasse DHDL „zufrieden und dankbar“. Weniger deutlich fiel sein Dementi im Bezug auf die atmosphärischen Spannungen unter den Investoren aus. „Wie in jeder Zusammenarbeit mit anderen Menschen gibt es Höhen und Tiefen“, so Schweizer. „Das Verhältnis unter den ‚Löwen‘ ist sowohl von Wettbewerb als auch von Kooperation geprägt.“ Allgemein habe aber „ein respektvoller Umgang“ geherrscht.

Das empfinden jedoch offenbar nicht alle Investoren so: Frank Thelen kritisierte gegenüber der Bild den Zeitpunkt von Schweizers Ausstieg. „Wie Jochen jetzt aus der Sendung abgegangen ist, war meiner Meinung nach nicht fair.“ Natürlich könne jeder selbst entscheiden, wann er gehen wolle, „aber er hätte wenigstens die Ausstrahlung der letzten Folge abwarten können“. Offenbar sei ihm seine Mitteilung „wohl wichtiger als die Gründer der letzten Folge“ gewesen, ätzte Thelen.

Bild: VOX / Stefan Gregorowius