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Diana zur Löwen auf der Online-Marketing-Rockstars-Konferenz

Sie heißen Bibi, Dagi Bee oder Paola Maria, sind Vorbilder für tausende junge Menschen – und damit attraktiv für viele Unternehmen, die diese Zielgruppe erreichen wollen. Doch wer einen der wenigen großen deutschen Influencer unter Vertrag nehmen will, braucht nicht nur das nötige Kleingeld, sondern auch das Gespür dafür, wie die Zusammenarbeit für beide Seiten gut läuft.

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Diana zur Löwen ist eine der gefragten deutschen YouTuberinnen. Neben ihrem BWL-Studium in Köln dreht die 21-Jährige Videos über Fashion, Beauty, Sport und ihr privates Leben (vom Abiball bis zum Umzug in die eigene Wohnung). Auf ihrem YouTube-Kanal hat sie mehr als eine halbe Million Abonnenten und kooperiert unter anderem mit der Drogeriekette Dm.

Auf der großen Bühne der Online-Marketing-Rockstars-Konferenz in Hamburg hat sie am Donnerstag erzählt, welche vier Dinge ihr bei der Zusammenarbeit mit Unternehmen besonders wichtig sind – und was für sie ein No Go ist.

Darauf legt sie Wert:

  • Frühzeitiges Einbeziehen des Influencers:
    Das sei gerade wichtig, wenn es um Produktkreationen gehe, so die YouTuberin. „Wenn man am Anfang einer Kampagne mit dabei ist, steht man als Influencer selbst auch mit Herzblut dahinter und engagiert sich viel“, sagt zur Löwen.
  • Gut matchen:
    Der Influencer müsse zur Marke passen und umgekehrt: „Das Unternehmen sollte sich auch immer fragen, was bieten wir als Marke dem Konsumenten und dem Influencer.“ Also was der Nutzen sei, den man der Marke, den Zuschauern und dem Influencer biete.
  • Content mehrfach nutzen:
    „Influencer sind Könige, Content zu erstellen“, sagt zur Löwen. Die Inhalte, die Influencer erstellen, sollten ihrer Meinung nach auch die Unternehmen viel mehr für ihre Plattformen nutzen.
  • Zeitpläne einhalten:
    „Marken können von uns erwarten, dass wir uns an Timings halten“, sagt zur Löwen. Das sollten die Unternehmen allerdings auch tun: „Es sollte nicht zwei Wochen dauern, bis ein Video aus einer Abnahmeschleife zurückkommt.“ Nur so könne sie eigene Upload-Zeiten einhalten, was für sie und ihre Zuschauer wichtig sei.

Was Unternehmen vermeiden sollten, wenn sie mit ihr zusammenarbeiten, macht zur Löwen am Schluss ihrer Rede klar. Influencer wollen nicht so sehr eingeschränkt werden, Unternehmen sollen ihnen Vertrauen schenken: „Wir arbeiten jeden Tag mit unserer Community zusammen, wir kennen sie gut und wir wissen, welche Formate und welche Kampagnen ankommen und wann was gepostet werden soll und was nicht.“

Bild: Anne-Katrin Schade