Die 7 größten Gründer-Irrtümer - Hiscox

Irren ist menschlich. Aber gefährlich fürs Business

Optimismus und Selbstvertrauen sind wichtige Eigenschaften für Gründer – denn wer es wagt, sein eigenes Unternehmen aufzubauen, muss von sich und seiner Idee überzeugt sein. Doch Gründer müssen sich wappnen: Gerade zu Beginn eines Geschäftsprojekts unterschätzen viele die Anforderungen, die auf sie zukommen. Was sind die größten Irrtümer, denen Unternehmer erliegen? Und wie können sie sich gegen daraus resultierende Probleme schützen?

1. „Meine AGBs sind wasserdicht.“

Jeder kennt sie, keiner liest sie: Allgemeine Geschäftsbedingungen. Gerade Gründer sollten sich aber nicht blind darauf verlassen, dass diese ausnahmslos gelten. Denn einer der Punkte, der Allgemeine Geschäftsbedingungen überhaupt erst wirksam werden lässt, ist eine inhaltliche Prüfung. So gibt es gesetzlich bestimmte Normen, die bestimmte Inhalte in AGBs ausschließen: Ein kompletter Haftungsausschluss darf zum Beispiel nicht darin vorkommen. Ein weiterer Punkt, den Gründer beachten müssen, ist, dass Kunden bereits vor Vertragsabschluss über die AGBs informiert werden müssen. Es reicht nicht, diese erst nachträglich in den Vertrag einzubinden.

2. „Ich hafte nur bis zu einem bestimmten Betrag.“

Normalerweise haften Geschäftsführer und Gesellschafter in einer GmbH nicht mit ihrem Privatvermögen, sondern lediglich mit ihrem Anteil am Stammkapital. Das heißt, dass die Haftung auf einen bestimmten Betrag begrenzt ist – in den meisten Fällen jedenfalls. Es gibt Ausnahmen, die Gründer kennen sollten.

Ist eine GmbH zum Beispiel noch nicht in das Handelsregister eingetragen, sind die Unterlagen noch nicht geprüft – und die beschränkte Haftung gilt nicht. Denn mit einer GmbH i.G., einer GmbH, die sich noch in der Gründung befindet, dürfen zwar schon Geschäfte getätigt werden. Aber: Während das Handelsregister den Antrag bearbeitet, was mitunter einige Monate dauern kann, haften Geschäftsführer und Gesellschafter vollständig, und zwar auch mit ihrem Privatvermögen.

Und auch nach der Eintragung in das Handelsregister besteht ein weiteres essentielles Haftungsrisiko: die Geschäftsleitung selbst. Handelt ein Geschäftsführer fahrlässig und verletzt so die „Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns“, haftet er oder sie ebenfalls mit dem Privatvermögen. Zu diesen Fällen gehört zum Beispiel eine Vernachlässigung von Vorgesetztenpflichten oder das Eingehen von unangemessenen Risiken.

3. „Ich mache alles selber. Das spart Zeit und Geld.“

Hands-on, sich nicht zu schade, selbst Hand anzulegen – und die Finger überall drin. Viele Gründer geben nicht gerne Kontrolle ab. Doch selbst, wenn das schwerfällt, sollten sie nicht den Anspruch haben, alles alleine bewältigen zu müssen.

Um bessere Ergebnisse zu erzielen, müssen manche Arbeiten delegiert werden, etwa an externe Anbieter. Outsourcing spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld – immerhin können beispielsweise Fehler bei den Sozialabgaben die Haftung bei GmbHs ausweiten.

Auch die technische Infrastruktur und Architektur sollte einem Profi überlassen werden, denn auch technikaffine Gründer erreichen oft ihre Limits. Und selbst wenn sie zu allem in der Lage wären: Manchmal ist es besser, Fehler vom Profi beheben zu lassen und sich selber auf die Kernaufgaben zu konzentrieren. Fokus statt verzetteln ist hier die Devise!

4. „Ich vertraue meinem Kunden.“

Business und Vertrauen passen nicht immer zusammen. Deswegen sollte alles schriftlich vereinbart und festgehalten werden. Zwar gilt eine mündlich getroffene Vereinbarung auch als Vertrag. Aber für den Fall der Fälle hilft es, ein Vertragswerk schwarz auf weiß vorliegen zu haben.

Und selbst wenn es nicht zum Äußersten kommt: Auch für die Arbeitsweise ist es einfacher, wenn Absprachen mit dem Kunden schriftlich erfolgen, auch, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und um genau zu wissen, was der Kunde sich von einer Zusammenarbeit erhofft. Vertrauen ist gut, Vertrag ist besser – sowohl für Kunden als auch für Gründer.

5. „Ich habe eine Rechtsschutzversicherung. Mir passiert nichts.“

Eine Rechtsschutzversicherung ist eine freiwillige Versicherung, die sich stark für Unternehmer empfiehlt, da sie im Falle eines Prozesse viele Kosten übernimmt. In der Regel deckt eine solche Versicherung Beträge bis 25.000 € ab und beinhaltet unter anderem Anwaltskosten. Zu beachten ist allerdings, dass ausschließlich Gerichtskosten durch eine solche Versicherung übernommen werden.

Sollte ein Gründer beispielsweise auf Verletzung eines Urheberrechts verklagt und zu einer Zahlung von 20.000 € verurteilt werden, wird die Summe nicht von einer Rechtsschutzversicherung übernommen. Stattdessen würde hier eine sogenannte Vermögensschadenhaftpflichtversicherung greifen. Gründer sollten deswegen ihr individuelles Risiko realistisch abschätzen, um eine Unter- oder eine Überversicherung zu vermeiden.

6. „Ich muss durcharbeiten, um Deadlines einzuhalten.“

Dank Smartphones, Tablets und eines fortschreitenden Digitalisierungsprozesses sind Gründer immer online und immer zu erreichen. Was durchaus seine Vorteile haben kann, führt jedoch gleichzeitig oft zu Fehlern. Denn wer ständig unter Druck, bis in die Nacht und auch am Wochenende durcharbeitet, riskiert auf Dauer nicht nur einen Burnout, sondern auch Fehler, die sich eigentlich vollständig vermeiden lassen könnten.

Zu Beginn der Selbstständigkeit ist es oft notwendig, jeden Auftrag anzunehmen, um überhaupt finanzielle Ressourcen und einen Kundenstamm aufzubauen. Bei einer positiven Entwicklung des Unternehmens stoßen Gründer dann aber schnell an die Grenzen ihrer Kapazitäten. Daher sollten sie mit steigendem Erfolg durchaus auch Aufträge ablehnen. Denn wer dauerhaft erfolgreich sein möchte, für den sind solche Entscheidungen notwendig. Durch eine Spezialisierung kann so oft ein höherer Gewinn erwirtschaftet werden.

7. „Ich bin auf alles vorbereitet – selbst auf Hacker-Angriffe.“

Selbst wenn Gründer mit der neuesten Software ausgestattet sind und regelmäßig Backups durchführen, können technische Fehler und Hacker-Attacken nie vollständig ausgeschlossen werden. Deswegen sollten sie sichergehen, dass sie durch entsprechende Versicherungen gegen Cyber-Kriminalität und Datenverlust abgesichert sind. Denn schnell können hier Ansprüche der Kunden entstehen, die ein Unternehmen gerade zu Anfangszeiten in den finanziellen Ruin treiben können. Für den Fall der Fälle gesichert zu sein, ist für Startups also überlebenswichtig.

Doch etwas passiert? Warum Versicherungen sinnvoll sind

Trotz guter Vorbereitungen und den besten Absichten kann also jede Menge schiefgehen. Damit Gründer nicht vor den Scherben ihrer Existenz stehen, bieten sich spezielle Versicherungen an, die sie vor einem großen Teil der Kosten schützen. Der größte Irrglaube, dem jedoch immer noch zu viele Gründer aufsitzen ist der, dass sie sich nicht auf Versicherungen verlassen können. Denn gerade Startups mit einem starken digitalen Profil, sind es nicht gewohnt, dass Versicherungen sich in diesem Bereich auskennen.

Hier kommt Hiscox ins Spiel. Der Pionier der IT-Branche ist ein Spezialversicherer, der unter anderem Startups, KMUs und Selbstständige gegen finanzielle Ansprüche Dritter absichert. Außerdem bietet der Spezialist für Cyber-Kriminalität und Datenrechtsverletzungen umfassenden Schutz gegen Datenverlust, Schadensersatzansprüche und bei Klagen oder Abmahnungen wegen beispielsweise Urheberrechtsverletzungen. Egal worum es geht – Hiscox bietet für jedes Geschäftsmodell die passende Versicherung. Ganz individuell abstimmbar und genau zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Gründern. Abgerundet wird der Schutz durch eine IT-Berufshaftpflichtversicherung, der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die nicht nur eine All-Risk-Deckung für sämtliche IT-spezifische Risiken enthält, sondern auch umfassend vor Folgeschäden und verzögerter Leistungserbringung schützt. So sind IT-Dienstleister vollständig abgesichert.

Hier können Gründer und Gründungsinteressierte ganz unverbindlich ein Angebot anfordern.

 

Artikelbild: Fey Ilyas via VisualHunt