Ein Beitrag von Britta Kiwit, Mitgründerin von Dein-Lebenslauf.com.

Keine Frage: Zur idealen Bewerbung gehört einiges an Feintuning. Manchmal passieren allerdings auch einfach unnötige Fehler, die dafür sorgen, dass die Unterlagen direkt in den Personaler-Papierkorb wandern. Diese zehn Bewerbungskiller gilt es zu vermeiden:

1. Rechtschreibfehler

Diese Information mag etwas ausgelutscht klingen, aber Rechtschreibfehler in der Bewerbung gehören immer noch zu den absoluten No-Gos. Und trotzdem: In mehr als jedem zweiten Lebenslauf finden sich immer noch kleine bis gravierende Flüchtigkeits- oder Rechtschreibfehler.

Tipp: Nicht nur immer das Vier-Augen-Prinzip nutzen, sondern auch mal den Lebenslauf von hinten nach vorne lesen: So achtet das Gehirn mehr auf die einzelnen Worte und weniger stark auf den Inhalt.

2. Lügen

Was in seltenen Fällen gut gehen kann, ist in der Regel ein Schuss in den Ofen: Wenn aus einem Praktikum eine Head-of-Online-Marketing-Stelle wird, bei der die Abteilung aus genau einer Person besteht, ist das nicht nur lächerlich, sondern wird auch allerspätestens im Vorstellungsgespräch auffliegen.

3. Falscher Ansprechpartner, falsches Unternehmen

Die Bewerbung ist gerade verschickt und – zack! – stellt man fest, dass noch der Ansprechpartner von der vorherigen Bewerbungen vermerkt ist. Noch beliebter ist, wenn im Anschreiben der Unternehmensname der Konkurrenz fällt, weil der Satz kopiert wurde. Alles schon vorgekommen – und für den ersten Eindruck fatal.

4. Miserables Bewerbungsfoto

Hier sind sich die Personaler einig: Ein schlechtes Bewerbungsfoto, dessen Qualität zu wünschen übrig lässt und den Bewerber von einer ungünstigen Seite zeigt, vermasselt sofort den ersten Eindruck. Entweder investiert man also in ein professionelles (nicht zu spießiges!) Bewerbungsfoto – oder lässt es am besten gleich bleiben.

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5. Sich auf ungewünschtem Weg bewerben

Bevor man sich bewirbt, sollte man unbedingt noch einmal den gewünschten Bewerbungsweg checken. Eine postalische Bewerbung sorgt für Ärger und ist vor allem Papierverschwendung, wenn ausdrücklich eine Bewerbung per Mail gewünscht wird. Das gleiche gilt bei Anrufen: Falls eine Bewerber-Hotline eingerichtet ist, darf diese gerne benutzt werden. Falls Anrufe ausdrücklich unerwünscht sind, sollte das ernst genommen werden.

6. Fehlender oder zu großer Anhang

Der gute alte Anhang – die möglichen Fehler sind vielfältig. Der beliebteste Fauxpas ist wohl, den Anhang gleich ganz zu vergessen. Auf Platz zwei: Nicht eine, sondern gleich 15 PDF-Dateien anzuhängen, am besten noch nichtmal richtig sortiert sind. Und Platz drei geht an die 20-Megabyte-Datei, die im schlimmsten Fall noch nicht einmal an den Personaler direkt zugestellt wird.

7. Faselei und Protzerei

Schwafeleien sollten ganz dringend zu Hause gelassen werden. Wenn jeder Satz im Anschreiben mit „Ich“ beginnt und der Lebenslauf drei Seiten mit den eigenen Wahnsinnserfolgen füllt, entsteht schnell der Eindruck eines überheblichen und übertreibenden Bewerbers.

8. Fehlende Verbindlichkeit

Damit ist gemeint, dass manche Bewerber sich so lange mehrere Optionen offenlassen, dass sie auch bis zur letzten Sekunde keine verbindliche Zu- oder Absage machen können. Bewerber sollten darauf achten, den Personaler nicht zu lange warten zu lassen – in die andere Richtung gilt selbstverständlich das gleiche.

9. Massenbewerbung

100 verschickte Bewerbungen in wenigen Wochen: So etwas ist keine Seltenheit – vor allem bei Berufseinsteigern, denen es zum Teil schwer fällt, sich gegenüber anderen Bewerbern zu behaupten. Ganz genau das passiert allerdings bei Massenbewerbungen: Standardfloskeln und nicht auf das Unternehmen bezogene Sätze lassen die Bewerbung schnell in der Masse untergehen, sodass eine schnelle Absage wahrscheinlicher wird.

10. Schlechte Formatierung

Ein Kuchen sollte nicht nur lecker schmecken, sondern auch gut aussehen. Ähnlich ist es auch mit Bewerbungen. Dabei geht es nicht um total crazy-funky Designs, sondern um einen soliden Aufbau, bei dem der Personaler das Wichtigste auf den ersten Blick sieht.

Dein-Lebenslauf.com-Mitgründerin Britta Kiwit verrät an dieser Stelle regelmäßig ihre besten Bewerbungstipps. In der ersten Folge gab sie fünf Tipps für den perfekten ersten Satz im Anschreiben.

Bild: © Bildagentur PantherMedia  /