Christian Manthey firma de

 

  1. Outsourcing
  2. Ihren USP nach außen tragen
  3. Flexibilität durch Holdingstrukturen
  4. Ist und Soll-Versteuerung
  5. Gesellschaftervertrag
  6. Umsatzsteuervoranmeldung
  7. Thesaurierungspflicht
  8. 95% Steuern sparen durch Holdingstrukturen
  9. Suchen Sie sich rechtzeitig einen Steuerexperten
  10. Von Förderungen profitieren

 

1. Outsourcing

Nicht selten klagen Unternehmer über ausufernde Verwaltungskosten, den immensen Zeitaufwand bei der Bewältigung ihrer Lohnabrechnungen oder das Ausgestalten und Aktualisieren ihrer Internetseiten. Ihnen geht es auch so? Warum lassen Sie diese Aufgaben nicht einfach von externen Experten erledigen? Konzentrieren Sie sich auf Ihr Kerngeschäft und lagern Sie diese Aufgaben an kompetente Profis aus. Das Baukastensystem von firma.de bietet Ihnen beispielsweise eine schnelle Lohnabrechnung, eine professionelle Homepage oder ein seriöses Telefonsekretariat zum Fixpreis ohne versteckte Kosten. So können Sie Ihre Fixkosten reduzieren und Expertenwissen einfach und professionell umsetzen.

2. Ihren USP nach außen tragen

Die Unique Selling Proposition ist ein Alleinstellungsmerkmal, das Ihrem Produkt gegenüber Produkten der Konkurrenz einen Kundenvorteil verschafft. Dieses Alleinstellungsmerkmal ist der Schlüssel, um die Gründungsphase zu meistern. Richten Sie Ihre Werbekampagnen danach aus. Durch die USP als Kern Ihrer Kampagne haben Sie die Möglichkeit, eine simple und überzeugende Werbebotschaft zu transportieren und Ihr Produkt optimal am Markt zu platzieren. Oft ist es lohnenswert, in diesem Zusammenhang mit einem Unternehmensberater zu sprechen. Eine richtige Positionierung bringt Ihnen im Idealfall automatisch neue Kunden.

3. Flexibilität in der Wachstumsphase durch Holdingstrukturen

Eine Holding ist nicht nur geeignet, um bei einem Exit viele Steuern zu sparen, sondern auch, um Betriebsrisiken und Betriebsvermögen auszulagern.

Manch ein besonders visionärer Gründer startet eventuell direkt mit mehreren Mitarbeitern durch. Oftmals gibt es zwei besondere Wachstumsphasen: eine von bis zu 10 Mitarbeitern, die zweite von bis zu 20 Mitarbeitern.

Diese Phasen gilt es zu überstehen. Für eine Firma ist es am besten, in der Wachstumsphase so lange wie möglich flexibel zu sein. Daher sollte ein Gründer sich überlegen, ob er Betriebsvermögen und Betriebsrisiken nicht auslagert.

Hieraus ergibt sich die Frage, wie man das Betriebsvermögen von der Hauptgesellschaft (Haupt-GmbH) trennt. Beispielsweise können Laptops, Monitore, Drucker, teure Domains oder Software von Beteiligungsgesellschaften gekauft und mittels Leasingvertrag dann der Hauptgesellschaft verliehen werden. Sobald eine Wachstumsphase überstanden ist, kann das Betriebsvermögen eingebracht werden. Zu beachten ist hierbei, dass einmal zugeführtes Vermögen nicht wieder heraustransferiert werden kann.

4. Ist- und Soll-Versteuerung

Bei der Soll-Versteuerung, dem gesetzlichen Regelfall, wird die Umsatzsteuer zum Ablauf des Voranmeldezeitraums fällig, in dem Sie die Leistung für den Kunden erbracht haben. Das gilt auch, wenn der Kunde zahlt, bevor Sie die Leistung ausgeführt haben. Die Umsatzsteuer geben Sie in der Steuervoranmeldung an. Wenn Sie die Ist-Versteuerung gewählt haben, muss die Steuer erst mit Ablauf des Voranmeldezeitraums erfolgen, in dem der Kunde tatsächlich gezahlt hat.

Die Wahl des Besteuerungsmodells kann Auswirkungen auf die Liquidität haben. Je nach Geschäftsmodell und Rechnungskonzept kann die eine oder andere Variante vorteilhaft sein. Gibt es große Abstände zwischen Erbringung der Leistung und Zahlung des Leistungsentgelts, dann ist meistens die Ist-Besteuerung die bessere Wahl.

Denn bei der Soll-Besteuerung kann es sein, dass Sie die Steuer bezahlen müssen, bevor die Steuer überhaupt bei Ihnen auf dem Konto erschienen ist. Für den Fall, dass die Zahlung vollständig ausbleibt, können Sie sich zwar schon entrichtete Umsatzsteuern erstatten lassen, das dauert allerdings seine Zeit und Ihnen entgehen zusätzlich die Zinsen für diesen Zeitraum.

Gründern empfehlen wir die Ist-Besteuerung, denn gerade in der wichtigen Anfangsphase der Gründung sollten Sie kein Geld abführen, das Sie noch nicht eingenommen haben. Es gibt leider immer noch viele Steuerberater, die auf diesen einfachen Kniff nicht hinweisen.

5. Gesellschaftervertrag optimal aufsetzen

Sobald die Firmenstruktur feststeht, sollte folgendes in der Satzung beachtet werden:

  • Bei Teamgründung ist es zu empfehlen, eine Vesting-Regel in der Satzung festzuschreiben. Die Idee dahinter ist, dass Gründer, die viel in die Firma einbringen – sei es in finanzieller Form oder in Form von Arbeitskraft – bei der Anteilsvergabe bevorzugt behandelt werden und die Verteilung der Anteile auf diese Weise stets neu reguliert wird. Wird eine solche Vesting-Regel nicht vereinbart, kann sich ein Gründer in seinem Engagement für die Firma zurücknehmen, ohne seine Anteile zu verlieren. Dies sollte auf jeden Fall vermieden werden.
  • Die beste Geschäftsidee ist nicht mehr viel wert, wenn sie ohne weiteres woanders hingetragen werden darf. Die Vereinbarung eines Wettbewerbsverbots und Abwerbeverbots in der Satzung sind daher essentiell.
  • Bonus: Nehmen Sie § 181 BGB in die Satzung mit auf. Darin wird der GmbH erlaubt, „in sich“ Geschäfte zu machen. Das bedeutet beispielsweise, dass der Geschäftsführer der juristischen Person, also der UG/GmbH, eine Rechnung für Beratungskosten schreiben darf. Gerade wenn man sich als Gründer kein Gehalt auszahlt, kann man sich den eigenen Aufwand für die Firma per Rechnungsstellung auszahlen lassen.

6. Tipps zur Umsatzsteuervoranmeldung

Umsatzsteuervoranmeldung pünktlich abgeben

Vermeiden Sie, dass gleich im ersten Betriebsmonat Unannehmlichkeiten mit dem Finanzamt entstehen. Geben Sie die Umsatzsteuervoranmeldung unbedingt pünktlich ab, auch wenn ihr Unternehmen keinen Umsatz macht. Gerade in der Startphase versucht uns das Finanzamt zu „erziehen“ und verhängt bei Verzug direkt Bußgelder zwischen 30 € und 150 € pro zu spät abgegebenem Monat. Die Umsatzsteuervoranmeldung muss im Regelfall bis zum 10. Tag des Folgemonats abgegeben werden.

Weniger Bürokratie – Mehr Luft zum Atmen mit Dauerfristverlängerung

Eine Dauerfristverlängerung für die Abgabe der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung schafft Luft zum Atmen: Beispielsweise muss die Voranmeldung für den Monat Februar mit Dauerfristverlängerung erst am 10. April beim zuständigen Finanzamt vorliegen anstatt am 10. März.

7. Thesaurierungspflicht beachten

Eine UG muss jährlich eine gesetzliche Rücklage von mindestens 25 % des Jahresüberschusses bilden. Dieser Vorgang wird auch Thesaurierung genannt und dient zum einen dem Gläubigerschutz als auch dem möglichen Ausgleich von Jahresfehlbeträgen. Diese Pflicht zur Thesaurierung entfällt nach Erreichen von einem Stammkapital über 25.000 €. Ab diesem Zeitpunkt kann die UG in eine GmbH umgewandelt werden.

8. 95% Steuern sparen durch Holdingstrukturen

Es ist sinnvoll, eine Holding zu gründen, wenn man in den nächsten 7 bis 10 Jahren auf einen Unternehmensverkauf spekuliert. Doch was genau ist eine Holding?

Man kennt sie von großen Konzernen, doch inzwischen ist sie sogar mit einer UG möglich: Eine UG oder eine andere Gesellschaftsform fungiert dabei als Muttergesellschaft, sozusagen als „Spardose“, und hält die Anteile am „Start-up“, das der Gründer mit seiner Idee umsetzt. Wenn keine Muttergesellschaft vorhanden ist, können die Anteile auch von einer Person „gehalten“ werden. Gerade die UG eignet sich hervorragend als Muttergesellschaft, damit das Stammkapital nicht wie bei der GmbH in einer nicht operativen Holding herum liegt. Oftmals wird die Holding zu spät aufgesetzt.

Beispiel aus der Praxis: Ein Gründer hat sein Unternehmen für 1 Million € ohne Holding verkauft und der Verkaufserlös wird mit seinem persönlichen Steuersatz, Sozialversicherung und Kirchensteuersatz belastet. Der Gründer hat so rund 50 % bzw. 500.000 € an Abgaben.

Wird das Unternehmen allerdings als Holding verkauft, sind 95 % des Verkaufserlös steuerfrei, d. h. nur auf 50.000 € werden Steuern erhoben. Unterm Strich zahlt ein Gründer mit einer Holding also nur 1,5 bis 2.5 % effektive Zinsen. Das Geld ist dann jedoch „in der Spardose“ bzw. an die Firma gebunden. Sollte ein Unternehmer es „abheben“ wollen, nützt es ihm wenig, da er es dann mit seinem persönlichen Steuersatz versteuern muss. Vernünftiger ist es, das Geld stattdessen in der Holding zu belassen und für unternehmerische Zwecke zu nutzen. Beispielsweise könnte man damit eine neue Firma gründen, sich an anderen Firmen beteiligen, sich ein Geschäftsführergehalt auszahlen (niedrige Progressionsstufe) etc. Gerade junge Gründer können das Geld als günstiges Investitionskapital nutzen.

Wichtig: Die Entscheidung zur Holding muss vor der Unternehmensgründung gefällt werden, ansonsten ist eine Umwandlung erst nach sieben Jahren möglich. Kommt ein Unternehmer schon nach 3 bis 4 Jahren operativen Business auf die Idee, seine Firma zu verkaufen und den Vorgang mit einer Holding steuerlich besser zu gestalten, ist dies nicht möglich. Wenn dieses Momentum eines guten Zeitpunkts nicht genutzt werden kann, verliert ein Unternehmen in hohem Maße an Flexibilität, denn nicht selten ist gerade der richtige Zeitpunkt bei einem Verkauf entscheidend.

9. Suchen Sie sich rechtzeitig einen Steuerexperten

Warten Sie mit der Suche nach einem Steuerberater nicht, bis das Finanzamt Zwangsgeld fordert, weil Sie Ihren Jahresabschluss noch nicht abgegeben haben. Mit Ihrem Steuerexperten können Sie den Super-GAU bei der Jahresbilanz vermeiden, indem Sie vom ersten Tag an mit einer perfekt geordnete Buchführung glänzen. Doch auch schon vor der Gründung macht ein Steuerberater sich bezahlt, denn er kann Sie bei der Wahl der Gesellschaftsform beraten, damit Sie später Steuern sparen. Suchen Sie einen Steuerexperten vor Ort, nutzen Sie die firma.de-Online-Beratersuche oder lassen Sie sich von unseren Serviceberatern unter der Telefonnummer 0611 17 207 0 weiterhelfen.

10. Von Förderungen profitieren

Profitieren Sie von Start-up-Förderprogrammen. Gefördert werden kann Ihr Start-up durch individuelle Finanzierungsmodelle und staatliche Subventionen bis zu fünf Jahre nach Ihrer Gründung. In dieser Zeit werden Ihre Coachings und Consultings mit bis zu 90 Prozent der Kosten bezuschusst.

Wir unterstützen Sie gerne und helfen Ihnen bei der Auswahl der für Sie passenden Förderungen. Erhalten Sie kostenlose Informationen zu folgenden Programmen:

  • Förderprogramm „KfW-Gründercoaching Deutschland“
  • Förderprogramm „KfW Energieberatung Mittelstand“
  • Förderprogramm „BafA Unternehmensberatung“
  • Förderprogramm „BMWi Innovationsberatung go-effizient“
  • Förderprogramm „BMWi- Innovationsberatung go-innovativ“
  • Förderprogramm „KMU-innovativ Innovations- und Kommunikationstechnologie (IKT)“

Beachten Sie diese 10 Tipps für Existenzgründer, haben Sie schon vieles richtig gemacht und Ihr Weg zum Erfolg verläuft weniger holprig. Suchen Sie weitere Tipps zur Firmengründung, besuchen Sie einfach www.firma.de und informieren Sie sich auch zu den Service-Paketen zur Firmengründung und den Service-Paketen zur Lohnbuchhaltung und vielem mehr.