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Er ist ein neuer Anwärter zwischen den Innovationsansätzen: Design-Thinking. In der Essenz geht es nur um folgendes: die eigene Sichtweise zu verändern.Was hinter dem Ansatz steckt, erklärt Ahmet Emre Acar, Design-Thinking-Experte. Für Gründerszene ist er zudem Referent des Workshops “Besser Sein” und des “Praxistages Design Thinking”.

Der Design-Thinking-Ansatz. Seit fast acht Jahren wird er in den USA und inzwischen auch in Deutschland von Agenturen,  Beratern,  Hochschulen und Unternehmen propagiert. Ahmet Emre Acar, Mitgründer und Stratege des HIIG, dem von Google geförderten neuen Forschungsinstitut für Internet und Gesellschaft in Berlin, gibt einen Einblick in die Welt des Design-Thinkings.

“Hey, wenn’s dir nicht gefällt, mach neu.” – Peter Fox.

Damit läßt sich Design-Thinking gut zusammenfassen. Zu dem Label dieses Ansatzes lassen sich inzwischen viele Artikel und teilweise auch auseinandergehende Meinungen und Vorgehensweisen finden.  Natürlich versuchen alle Leser dieses Magazins auf ihre Weise neue Werte zu schaffen, also besonders innovativ zu sein. Schließlich geht es hier um die Gründerszene Deutschlands. Im Gegenzug  gibt es Anerkennung, Geld und Erfüllung. Bei einigen Aktivitäten stellt sich jedoch mit Blick auf die Zukunft die Frage: War das sinnvoll? War das wirklich gut? Hat das die Welt verbessert?

Bei den kleinen Beiträgen zur Gesellschaft, welche die meisten von uns leisten, werden die wenigsten Menschen wohl im Sterbebett zurück denken und zufrieden seufzen: “Ich war derjenige, der damals die Website um 12% beschleunigt hat.” Frei nach dem “Betterness Manifest” von Umar Haque sollten wir also danach streben, die eigene Arbeit auf eine ganz neue Ebene zu erheben.

Dabei ist es wichtig, die eigene Mitwirkung aus einer anderen Dimension zu betrachten als nur aus der operativen: Man baut kein neues Feature, sondern schafft eine neue Plattform, welche das Leben der Nutzer verändert. Man organisiert nicht die Teamarbeit, sondern schafft eine Innovationskultur im Unternehmen, welche die Welt noch nicht erblickt hat. Es geht darum, in größeren Dimensionen und mit weitem Blick zu denken, auch wenn vielleicht die eigene Position nicht in der Leitungsebene ist.

Drei Methoden des Design-Thinkings

Durch die Berücksichtigung des Sinns und des Kontextes eines Produktes, kann eine ganz neue Perspektive auf die eigene Arbeit gewonnen werden. Dabei sollte man stets bedenken, dass die eigene Arbeit Teil einer größeren Bestrebung ist und dass an irgendeiner Stelle ein Nutzer mit den Ergebnissen konfrontiert ist. Dinge mit dem Menschen im Fokus neu zu erschaffen, ist Kernaufgabe von Design-Thinking!

Dazu gibt es unter anderem drei Methoden, die im Design-Thinking praktiziert werden, aber auch in anderen Ansätzen verbreitet sind:

  1. Die Skalierung einer Idee. Fragen Sie sich, wie Sie Ihre Arbeit mit dem zehnfachen oder dem 100fachen des Budgets oder in zehn oder 100 Jahren erledigen würden. Der Film “Powers of Ten” ist dabei eine gute Inspiration.
  2. Perspektivenwechsel. Was würde Google tun? Oder Steve Jobs?  Wie würde es Superman lösen? Nehmen Sie die Perspektive eines bestimmten Nutzers oder anderer Stakeholder ein.
  3. Letztlich sind diese beiden Methoden nur Variationen einer einfachen Frage: “Was wäre, wenn…” Wichtig ist es, bei Szenario basierten Ansätzen die Vorstellung bis zum Ende durchzuspielen und sie nicht zwischendurch mit spontanen Gegenargumentationen zu unterbinden.

Auch wenn es nun etwas philosophisch wird: Was wäre, wenn unsere Welt “beta” wäre? Wenn man also nicht vor dem eigenen Notebook, sondern vor dem Prototypen eines Notebooks sitzen würden. Wenn man keinen Kaffee trinken, sondern die beta-Version eines Kaffees. Wie würde die nächste (revolutionäre) Version aussehen?

Design-Thinking-Perspektive erlernen im Seminar

Wenn man mit dieser fragenden Geisteshaltung und einer Aktions-Orientierung durch die Welt läuft, bekommt man eine ganz neue Perspektive. Das ist etwas, das Design-Thinker nicht abschalten können: Dinge neu kreieren zu wollen und dabei immer ein Stück besser zu sein, als man es selbst beim letzten Versuch war.

In der kommenden Artikelserie zu Design Thinking erklärt Ahmet, wie der Ansatz in Unternehmen verbreitet werden kann und was dazu nötig ist. Die Feinheiten der zugrunde liegenden Prinzipien und Methoden behandelt er in weiteren Workshops und seiner Website.

Bildquelle: Dan Foy / flickr.com