Wie ein Festival den digitalen Markt umkrempelt – Swiss Innovation Outpost

Hat der Einzelhandel die Digitalisierung auf dem Schirm?

Der Kühlschrank ist leer, der Hunger groß – aber im Supermarkt angekommen, fehlt die Inspiration fürs Abendessen? Während man den leeren Wagen durch die Gänge steuert, fällt der Blick auf einen Bildschirm, der eine köstlich aussehende Lasagne anzeigt. Welche Zutaten dafür benötigt werden und dass diese Woche das Hackfleisch reduziert ist, verrät der Bildschirm auch gleich. Der Verbraucher ist inspiriert – und kauft.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung ermöglicht „Digital Signage“, der Einsatz digitaler Medieninhalte zu Werbe- und Informationszwecken, Einzelhändlern, Kundenbedürfnisse noch besser zu antizipieren und zu erfüllen. Bildschirme, die an verschiedenen Stellen des Ladens platziert sind, sprechen Kunden je nach Situation an und sichern Händlern durch eine erhöhte Customer Experience einen Wettbewerbsvorteil. Ob Sonderangebote oder Games, die die Wartezeit vertreiben – die Möglichkeiten sind hier schier unendlich.

Händler müssen sich unbedingt mit dieser Thematik auseinandersetzen: Denn den digitalisierten Wettbewerb besteht nur, wer ständig neue Ideen entwickelt.

Come together and develop: Der HackZurich 2016

Wo diese entstehen? Beim HackZurich, dem größten Hackathon Europas, der dieses Jahr im Rahmen der Premiere des Digital Festivals stattfindet und die kreativsten Köpfe aus aller Welt in die Schweiz bringen wird.

In Teams aus zwei bis vier Personen entwickeln Developer in verschiedenen Kategorien Apps, die sich den Frage- und Problemstellungen der Sponsoren widmen. Diese stellen den Teilnehmern neben Programmschnittstellen und Datenätzen ihr Know-how zur Verfügung.

So gestalten Entwickler die Zukunft des Handels mit

Valora wird auch in diesem Jahr als Sponsor die Teilnehmer dazu ermutigen, ihre Kreativität auszuleben. „Wir sind davon überzeugt, dass der HackZurich auch in diesem Jahr neue Projekte, Ideen und Talente für Valora hervorbringen wird“, sagt Cynthia Jurytko, Head of Innovation Valora Lab. Die Schweizer Gruppe, die in vielen europäischen Ländern Kioske und kleinflächige Ladenkonzepte betreibt, und zu der bekannte Marken wie Ditsch, k Kiosk und Press & Books gehören, bietet Entwicklern ideale Rahmenbedingungen, um Lösungen rund um das Thema „Digital Signage – Your Screen in 3000 Stores“ zu erarbeiten.

48 Stunden haben die Teams Zeit, einen Demo Screen zu bespielen und Ideen zu entwickeln, um wichtigen Problemstellungen zu begegnen, wie etwa: Wie können Unternehmen mit Kunden kommunizieren? Und wie können Stores noch besser an Kundenbedürfnisse angepasst werden? Damit möchte Valora Entwickler dabei unterstützen, die Weichen für die Zukunft des Handels zu stellen.

Vom Hackathon direkt in den Laden: Wie „Scan&Go“ Einkaufen einfacher macht

Diese Unterstützung findet nicht nur punktuell statt, sondern erfolgt kontinuierlich. So war die Gruppe auch beim HackZurich 2015 als Sponsor anwesend. Gemeinsam mit dem Auto-ID-Lab der ETH Zürich, der Aduno Gruppe und GS1 organisierte Valora den Retail-Workshop. Hier sollten die Teilnehmer Apps zum Thema „Kiosk der Zukunft“ entwickeln.

Durchsetzen konnte sich das Team VaBingo mit einer App, die Gamification mit Einzelhandel verbindet: Beim Kauf eines Produkts, das sich in der Bingo-Matrix befindet, wird dieses „abgehakt“ – und der Kunde erhält Bonuspunkte. Eine pfiffige Lösung, die Valora jetzt tatsächlich im Rahmen der „Scan&Go“-Appin ausgewählten Stores umsetzt. Scan&Go“ ist der erste Self-Checkout im Handel, der Scanning und Payment auf Smartphones der Endkunden überträgt.

Gemeinsam mit Siroop, einem jungen Schweizer E-Commerce Marktplatz, werden zudem nicht nur APIs aus dem aktuellen Piloten „Scan&Go“, sondern auch Produktempfehlungen und -suchen zur Verfügung gestellt.

Act like a brand, think like a startup: Das Digital Festival 2016

Die ungehemmte Innovationskraft, die den HackZurich so besonders macht, wird jetzt in einen größeren Kontext übertragen: Zwischen dem 15. und 18. September 2016 findet das erste Mal das Digital Festival statt. Mit dem HackZurich als Stützpfeiler und neuer Attitude revolutioniert dieses Zusammentreffen die Tech-Welt. „Egosysteme und Selbstbeweihräucherungen sind nicht mehr zeitgemäß. Die Stärke liegt im Zusammen, nicht im Gegeneinander“, sagt Manuel P. Nappo, Mitinitiant des Digital Festivals. Es soll Teil eines neuen Ökosystems werden, in dem Kultur mehr zählt als Geld, in dem Content neue Relevanz erlangt und Qualität statt Quantität vorherrscht.

Wer, wie, was? Das erwartet Teilnehmer

Dieses Mindset wird die Tech-Branche in Zürich zusammenbringen und den Akteuren einen inspirierenden Rahmen geben, um die wichtigsten Themen der digitalen Zukunft zu diskutieren: von Geschäftsmodellen im Umbruch über Robotics und Internet of Things bis hin zu Virtual Reality.

In spannenden Keynotes werden Schwergewichte der Branche wie Philip Inghelbrecht (Co-Founder Shazam) oder Craig Watson (Co-Founder Soundwave, Product Manager Spotify) das Publikum inspirieren. Anschließend haben Teilnehmer in Labs die Chance, sich weiter in aktuelle Themen zu vertiefen und neue Technologien zu erleben.

Außer Innovation und Business-Modellen bietet das Digital Festival genug Raum für Diskussionen rund um Werte und Potenziale: Wie können neue Geschäftsmodelle den Schweizer Markt und andere Märkte nachhaltig positiv beeinflussen? Wie müssen Unternehmen auf die digitalen Entwicklungen reagieren?

Welche Chance bietet das Digital Festival deutschen Startups?

Damit diese Wertvorstellungen auf einer globalen Skala weiterentwickelt werden können, ist eine internationale Vernetzung unabdingbar. Deswegen beteiligt sich Valora am Swiss Innovation Outpost , einem Zusammenschluss Schweizer Traditions- und Jungunternehmen. Dieser hilft deutschen Startups, die Interesse an einer Expansion in die Schweiz haben, einen Zugang zu etablierten Unternehmen in der Schweiz zu erlangen.

Um einen Überblick über die wichtigsten Themen und Diskussionen zu erhalten, bietet das Digital Festival eine Möglichkeit, sich mit wichtigen Akteuren zu verknüpfen und so Fuß im Schweizer Ökosystem zu fassen.

Lust auf Inspiration der unkonventionellen Art? Statt festgefahrenen Programmpunkten erwartet Besucher hier ein interaktives und inspirierendes Programm. Tickets gibt es hier.

 

 

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