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Dortmund, Westfalen: Hier sehen Sie einen Digital Hub

Unzählige Startups, große Konzerne und Top-Unis auf engstem Raum und vielfältig verbunden: Das macht das innovative Ökosystem des Silicon Valley aus. Die Bundesregierung glaubt, dass in Deutschland auch einige solcher digitalen Hubs – also geografisch begrenzte Räume mit den entsprechenden Akteuren – gerade entstehen, und dass bei der Bildung weiterer nachgeholfen werden kann.

Dafür gibt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) morgen auf dem IT-Gipfel in Saarbrücken den Startschuss für die sogenannte Digital Hub Initiative. Sie soll den Austausch von etablierten Unternehmen, Startups und Wissenschaftsinstitutionen fördern, neue Ökozentren etablieren und außerdem im Ausland für die deutschen Hubs werben.

Als bestehende Hubs hat das Ministerium fünf Standorte identifiziert:

  • Berlin für seinen Internet-of-Things- und Fintech-Schwerpunkt
  • Frankfurt als Fintech-Metropole
  • Hamburg als Logistik-Standort
  • München als Mobility-Hub
  • und – etwas überraschend – Dortmund, ebenfalls als Logistik-Zentrum

Die Liste soll auf zehn bis zwölf Standorte erweitert werden. Eine Expertenjury soll bis kommenden März Bewerbungen weiterer Hubs sichten, diese müssen dabei bestimmte Kriterien erfüllen: etwa, dass sie einen „einzigartigen Innovationsraum zur digitalen Transformation“ bieten und dass sich lokale Wirtschaft, Unis und Verwaltungen bei der Finanzierung beteiligen.

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Ein Beirat unabhängiger Experten soll die Aktivitäten und Fortschritte der einzelnen Ökosystem sichten und bewerten. Außerdem will das Ministerium die Hubs untereinander vernetzen und eine zentrale Plattform der Ökosysteme schaffen – inklusive einer gemeinsamen Dachmarke namens „De.Hub“.

Die Koordination soll eine externe Agentur übernehmen, die sogenannte Hub-Agency. Dafür läuft seit knapp einer Woche eine öffentliche Ausschreibung. Der Wert des Auftrags beträgt immerhin fast 500.000 Euro jährlich, mit einer Laufzeit von zunächst drei Jahren.

Mit einer „schlagkräftigen Werbekampagne“ will das Wirtschaftsministerium im Ausland um Gründer, Investoren und Fachkräfte werben, dafür soll die Hub-Agency mit Germany Trade & Invest, der Wirtschaftsfördergesellschaft des Bundes, zusammenarbeiten. In Gabriels Ministerium macht man sich durchaus Hoffnungen, Deutschland als Alternative für Gründer aus aller Welt etablieren zu können – zumal sich das Gründungs- und Investitionsklima etwa in den USA und Großbritannien im Zuge von Brexit und Trump-Wahl verschlechtern könnte.

Bild: Getty Images / Johner Images – Laurell, Philip