E-Health - Gesundheit - Triumph-Adler


Die Digitalisierung ist inzwischen in fast jeden unserer Lebensbereiche vorgedrungen. Und so verwundert es wenig, dass sich der Healthcare-Bereich das Thema digitale Gesundheit auf die Fahnen geschrieben hat. Ziel ist nicht weniger als die vollständige Digitalisierung des Gesundheitswesens. Doch trotz eines E-Health-Gesetzes und der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte geht der Prozess derzeit eher noch auf Krücken als sich bester Gesundheit zu erfreuen. Die Herausforderungen sind immens.

 

Digitale Prozesse und IT-Investitionen hinken hinterher

Laut Aussage der pharmazeutischen Zeitung gehen vielen Marktteilnehmern im Gesundheitsbereich die digitalen Entwicklungen noch zu schleppend voran. Deswegen möchte etwa die Techniker Krankenkasse (TK) den Aufbau einer elektronischen Gesundheitsakte in Eigenregie beschleunigen. Deutschland drohe die Digitalisierung zu verschlafen, so das Branchenblatt weiter.

Weitere Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis: Bis 2020 steigen die IT-Investitionen trotz digitaler First Mover wie dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) lediglich von 9,4 auf 12,2 Prozent. Ein zu geringer Anstieg, um nötige Veränderungen anzupacken. Das kann nicht im Interesse der Branche sein.

Die Sache mit den Daten

Trotz der Verzögerungen der Digitalisierung warnen Kenner vor überambitioniertem Aktionismus, schließlich wird im Gesundheitsmarkt mit äußerst sensiblen Daten gearbeitet. Persönliche Daten auf einer elektronischen Gesundheitskarte wie ein hinterlegter Notfalldatensatz, eine elektronische Patientenakte oder ein Medikationsplan müssen vor unberechtigtem Zugriff geschützt werden. Hier muss Sicherheit vor Schnelligkeit gehen.

Patienten sind Krankenhäusern in puncto Digitalität voraus

76 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung hält laut einer TK-Umfrage die elektronische Gesundheitsakte (EGA) für sehr gut oder gut. Und auch Gesundheits-Apps oder Wearables erfreuen sich großer Beliebtheit: 33 Prozent würden Daten, die über Apps und Wearables erhoben wurden, für einen einfachen Datenaustausch zur Gesundheitsförderung ohne Bedenken an ihre Krankenkasse übermitteln.

Krankenhäuser müssen sich derzeit allerdings ganz anderen Herausforderungen stellen. Denn langfristiges Ziel ist nicht die Nutzung einzelner Apps, sondern die vollständige Digitalisierung des kompletten Gesundheitswesens. Dadurch sollen alle Akteure im Gesundheitsmarkt besser vernetzt und auch Patienten letztendlich besser versorgt werden.

Angestrebt wird der Informationsfluss aus einem Guss. Ohne vereinfachte Verwaltungsabläufe und sichere IT-Infrastrukturen wird dies aber nicht gelingen. Stichwort Aktenablage: Noch heute erfassen über 40 Prozent aller Krankenhausärzte die Daten ihrer Patienten nicht digital.

Online-Sprechstunden sind schon Realität

Zwar sind eArztbriefe (elektronische Arztbriefe), digitale Patientenakten und Medikationspläne derzeit noch Zukunftsmusik. Doch bis spätestens 2018 soll eine Telematik-Infrastruktur flächendeckend geschaffen werden, die auch elektronische Gesundheitskarten inklusive erster elektronischer Anwendungen beinhaltet. Zukünftig können auf dieser etwa medizinische Notfalldaten oder Untersuchungsergebnisse gespeichert werden – Daten, die geschützt werden müssen. Andere digitale Services wie Online-Videosprechstunden sind beispielsweise schon heute in Nordrhein-Westfalen Realität.

Immer mehr Startups mischen mit

Die Herausforderungen im Klinikalltag im Zuge der Digitalisierung sind zum Beispiel: erhöhtes Scan-Aufkommen, effizientere Dokumentenworkflows oder ein schnellerer Datenaustausch mit Blutlaboren und Versicherungen. Das E-Health-Gesetz mit all seinen positiven Nebenwirkungen verspricht großes Umsatzpotenzial sowohl für etablierte als auch für neue Anwender auf dem Gesundheitsmarkt.

Viele Startups tummeln sich inzwischen auf dem E-Health-Markt. Die angebotenen Dienstleistungen reichen dabei von Anwendungen für den digitalen Datenaustausch von Röntgenbildern oder anderer Dokumente bis zum digitalen Urintest.

Bei den teils extrem langen Genehmigungsverfahren brauchen Startups allerdings einen langen Atem, ehe sie Geld verdienen werden können. Und auch der Marktzugang gestaltet sich nicht so einfach. Zum einen fehlen oftmals die Vertriebsressourcen, zum anderen ist die anvisierte Zielgruppe meist gesetzlich versichert und damit nur indirekt über die Kassen erreichbar.

Gewinnbringende Kooperationen zwischen Startups und Konzernwelt

Für Startups können hier Kooperationen mit erfahrenen Branchen-Experten nützlich sein. Das Unternehmen TA Triumph-Adler beispielsweise hat sich mit seinen Lösungen auf die Branche spezialisiert – und bereits zahlreiche Projekte im Bereich Healthcare umgesetzt. Die teils mit Krankenhäusern erarbeiteten Dienstleistungen reichen von Dokumentationsprozessen über Zugriffsrechte-Management bis hin zu Data-Security-Lösungen.

TA Triumph-Adler als Anbieter von digitalen Lösungen im Healthcare-Bereich ist nicht nur im ständigen Austausch mit dem Branchenverband bitkom, sondern sucht schon seit über einem Jahr den Schulterschluss mit Startups. Das Unternehmen strebt dabei den Austausch von Know-how gegen einen großen Kundenstamm und Vertriebspower an: Startups entwickeln branchenrelevante Lösungen, TA Triumph-Adler liefert Vertriebspower und Kundenportfolio. Erste Projekte sind bereits in der Umsetzung.

Fazit: Wie schnell gelingt der flächendeckende Einsatz?

Noch existiert das papierlose Krankenhaus nur auf dem Papier, doch es steht fest, dass Service-Leistungen wie Online-Videosprechstunden oder -Therapiebegleitung via App flächendeckend kommen werden. Die Frage ist nur, in welchem Tempo Marktteilnehmer die Herausforderungen meistern können, etwa bei der Sicherung sensibler Informationen und dem Umgang mit gigantischen Datenvolumen.

 

Artikelbild: Mohamad Zaki Mokhtar/ EYEEM.COM