dojomadness-team

Das Team von Dojo Madness im Jahr 2015

E-Sports ist längst im Mainstream angekommen. Knapp die Hälfte der jungen Zielgruppe kann mit dem Begriff etwas anfangen. Für alle anderen: Es geht um elektronischen Sport am Computer, Tablet oder Smartphone. Millionen von Menschen daddeln mit ihren Geräten täglich herum, die Industrie soll in den kommenden Jahren zum Milliardenmarkt werden. Dass die Spielerschaft stetig wächst, spielt Dojo Madness in Hände, die Apps für genau diese Nutzergruppe entwickelt.

Anzeige
Die Berliner fokussieren sich derzeit auf ihre virtuelle Coaching-App Lolsumo für das Online-Spiel League of Legends, das zuletzt von etwa 90 Millionen Spielern (Stand 2015) weltweit genutzt wurde. Mit Lolsumo, das Spielern Tipps auf das Smartphone sendet, erreicht Dojo Madness nach eigenen Angaben bis zu 70.000 Nutzer am Tag. Im Monat sollen es eine halbe Million Nutzer sein. Und Dojo-Madness-Chef und E-Sports-Urgestein Jens Hilgers hat große Pläne: Fünf bis zehn Prozent der League-of-Legends-Spieler wolle man in den kommenden zwölf Monaten erreichen, heißt es auf Nachfrage. Gelauncht wurde die App vor etwa einem Jahr, sie kommt in den App-Stores jeweils deutlich auf mehr als vier von fünf Sternen.

Aufgrund des starken Nutzerwachstums, so Hilgers, bekomme das Startup nun neue Millionen: Insgesamt 4,5 Millionen US-Dollar gibt es in in der Serie A von March Capital Partners und der IBB sowie den Altgesellschaftern London Venture Partners und DN Capital, schreibt Techcrunch. Zuvor erhielt das Unternehmen Geld im Juni des vergangenen Jahres. Damals gingen mehr als zwei Millionen Dollar an Dojo Madness, auch von Business-Angels wie dem Ex-Supercell-Board-Director Kristian Segerstrale.

Fokussieren wollte sich das Berliner Unternehmen auf seine Plattform Bruce.gg, hieß es vor einem Jahr. Die Entwicklung der Plattform, die etwa automatisiert Top-Szenen von Spielen erstellt, wurde jedoch eingestellt – um sich auf Lolsumo zu fokussieren, heißt es von Hilgers. Jetzt, wo die App gut laufe, könne man neue Produkte anstoßen. In Entwicklung sei derzeit etwa eine weitere Coaching-App für das umsatzstarke Online-Spiel Dota 2.

Zudem stehe das Unternehmen kurz davor, Geld mit seinen Produkten zu verdienen: In einem Monat soll es Anzeigen in der Lolsumo-App geben, im September will das Unternehmen mit einem Premium-Angebot starten. Außerdem sei man derzeit in Gesprächen mit Partnern bezüglich Daten-Services. Was genau sich dahinter verbirgt, soll in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.

Bild: Dojo Madness